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Blumen für die Bürgermeisterin: Eva John mit BI-Chef Dr. Klaus Huber (l.) und Michael Landwehr, dem Vorsitzenden des Vereins Starnberg bleibt oben.

Versammlung der BI

John: „Weiterer Versuch, mich in meiner Person und in meinem Amt zu beschädigen“

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Bürgermeisterin Eva John hat in der Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative Pro Umfahrung - Contra Amtstunnel (BI) am Freitagabend scharfe Kritik an der Einleitung des Disziplinarverfahrens gegen sie geübt.

Starnberg - Mehr als 60 Mitglieder und interessierte Bürger waren zum öffentlichen Teil der Versammlung in den kleinen Saal der Schlossberghalle gekommen. BI-Vorsitzender Dr. Klaus Huber und WPS-Chef Professor Günther Picker erneuerten in ihren Reden die „Umfaller“-Vorwürfe gegen die fünf Stadträte Dr. Klaus Rieskamp, Johannes Bötsch, Angelika Wahmke (alle BLS), Angelika Kammerl und Sieglinde Loesti (beide Parteifreie). Diese hatten bekanntlich mit ihrer Zustimmung im Stadtrat den Doppelbeschluss „Tunnel bauen, Umfahrung planen“ möglich gemacht. Picker warf ihnen Charakterschwäche und mangelndes Demokratieverständnis vor. Namentlich von Kammerl und Loesti, die einst auf der WPS-Liste für den Stadtrat kandidiert hatten, fühle er sich „betrogen“, sagte er. 

Auch die Ablehnung des Bürgerbegehrens gegen den Tunnelbau durch den Stadtrat kritisierte die BI scharf. „Was glauben eigentlich die fünf Umfaller-Stadträte, wer sie sind?“, fragte Vorsitzender Huber. Die mittlerweile 2350 gesammelten Unterschriften unter das Bürgerbegehren seien die Antwort auf dieses Verhalten. Huber und auch der Vorsitzende des Vereins Stanberg bleibt oben, Michael Landwehr, bekräftigten ihre Absicht, gegen den ablehnenden Beschluss des Stadtrats durch alle Instanzen klagen zu wollen.

Bürgermeisterin Eva John ging in ihrem Grußwort unter anderem auf das Disziplinarverfahren ein, dass die Landesanwaltschaft auf Bitte des Landratsamtes gegen sie eingeleitet hat. „Das ist ein weiterer Versuch, mich in meiner Person und in meinem Amt zu beschädigen, meinen Ruf zu ruinieren und mich letzten Endes zur Aufgabe zu zwingen“, sagte sie und machte ihren Gegnern keinerlei Hoffnungen. „Ich gebe weiterhin nur das Beste für unsere Stadt“, sagte John: „Trotz all der Umstände bin ich sehr dankbar dafür, dass ich für die Menschen viel bewegen konnte und kann.“

Einen ausführlichen Bericht über die Mitgliederversammlung der BI lesen Sie in der Montagsausgabe des Starnberger Merkur.

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