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Josef Jägerhuber aus Starnberg wertete die Wetterdaten des abgelaufenen Jahres 2015 aus.

Wetter

Wetter 2015: Zu trocken und zu warm

Landkreis - Das vergangene Jahr war weltweit, aber auch in Starnberg das zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen.

Update vom 16. Januar 2018: Der Winter wird mild, der Hochsommer beginnt erst so richtig im Juli. Jetzt ist sie da, die Wetter-Prognose von Josef Jägerhuber für das Jahr 2018.

Josef Jägerhuber kann das mit seinen eigenen Messungen, die bis ins Jahr 1960 zurückreichen, konkret für die Stadt belegen. Mit 7,11 Grad Durchschnittstemperatur bei den Messungen jeden Morgen war es weniger warm als das Rekordjahr 2014 mit 7,33 Grad, jedoch deutlich wärmer als die Jahre davon. Noch wärmer, denn in den vergangenen Jahren sind die Durchschnittswerte gestiegen. Die Daten für 2015, die Jägerhuber diese Woche vorlegte, zeigen aber auch, dass seine Vorhersagemethoden – sie beruhen auf den langjährigen Messungen – aufs ganze Jahr bezogen nicht mehr so treffsicher sind wie früher. Vor einem Jahr hatte der 89-Jährige ein eher feuchtes als trockenes 2015 vermutet, doch kam es am Ende anders: Mit weniger als 1000 Litern Regen je Quadratmeter Starnberg war es fast so trocken wie 2014. Zwar sei die Zahl der Tage mit Niederschlag mit 135 gleich geblieben, es kam aber etwas mehr vom Himmel als 2014. „Das Jahr ist als sehr trocken zu bezeichnen“, meint Jägerhuber. Trockene Jahr sind in seinen Aufzeichnungen allerdings keine Erscheinung des 21. Jahrhunderts: 1972 waren es 123 Tage, 1971 15 Tage mehr. In diesem Jahrhundert hält 2003 den Negativrekord mit 127 Regentagen. Der Durchschnitt der vergangenen 55 Jahre liegt bei 166 – nach 43 Jahren waren es 170 gewesen. Auch die Mengen nehmen ab. Mit 998 Litern Niederschlag je Quadratmeter – das sind etwa sechs volle Badewannen – war 2015 trocken. (2014: 952, 2013: 1125). Im Mai regnete es am meisten, nämlich 233 Liter, im Februar mit zwölf Litern fast gar nicht. Auch der Juli war trocken (28 Liter). Die größte Regenmenge fiel nach Jägerhubers Aufzeichnungen am 15. Juni mit 44 Litern je Quadratmeter. Und die Schneedaten: Der letzte Schnee im Winter 2014/2015 fiel am 6. April, der erste des dieses Winters am 22. November. Und die Temperaturen? Am heißesten war es in Starnberg am 7. Juli mit 35 Grad, Der kälteste Tag war der 4. Februar mit - 8 Grad. Da gab es auch andere Zeiten: 1963 war es - 29 Grad kalt, damals fror der See mit bis zu 30 Zentimeter Eis bedeckt. Die morgendliche Durchschnittstemperatur lag 2015 im Durchschnitt bei 7,11 Grad – deutlich mehr als in früheren Jahren, wie ein langfristiger Vergleich zeigt. 2013 hatte Jägerhuber 5,98 Grad ermittelt, für 2012 5,97 Grad. Für heuer erwartet Josef Jägerhuber ein weiteres trockenes Jahr (wir berichteten). Für Februar und März rechnet er auch mit Schnee.

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