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Ein Teil der Roseninsel-Künstler posiert in der Schlossberghalle zwischen den zahlreichen Werken für die Merkur-Fotografin. 

Ausstellung

Publikumspreis für Farbentanz

  • vonAstrid Amelungse-Kurth
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35 Jahre gibt es nun den Kunstverein „Die Roseninsel“, seinerzeit von 50 Künstlern in Feldafing gegründet. Maßgeblich geprägt wurde der Verein von der langjährigen Vorsitzenden Rita Enzinger. Seit mehr als einem Jahr steht Vivien Rathjen an der Spitze, die sich vorgenommen hat, den an Überalterung leidenden Verein zu verjüngen.

Starnberg – Höhepunkt des bunten und mit Exkursionen und Vorträgen durchaus ereignisreichen Vereinslebens ist immer noch die Jahresausstellung, bei der erstmals ein Publikumspreis ausgelobt wurde. Gewonnen hat Dieter Heinze mit dem Glaskunstwerk „Farbentanz“.

Bei der Eröffnung der Ausstellung „Klang der Farbe“ überraschte Margrit Hefft-Michel mit einigen Mitstreitern die zahlreichen Vernissagebesucher mit einer Performance. In bunten Kostümen und mit selbstgebastelten Masken trommelten sie das Publikum zusammen.

So viel zum Klang, der bei den Kunstwerken nur bei Maria Rosina Lamp als akustische Schwingung wahrzunehmen ist. Sie hat ein Messingdoppelbett mit Klangkissen aufgestellt, in denen Gezwitscher, Herztöne oder Wasserrauschen zu hören sind. Der Rest der Ausstellung widmet sich dem Farbenklang, sieht man von den auf der Bühne präsentierten Arbeiten der Synästetikerin Lea Jade ab. Sie hat die Gabe, Klänge und Musik zu sehen und malt dies.

Mehr als 130 Roseninsel-Künstler stellen sich bis Mittwoch, 14. November, in der Schlossberghalle vor. Bunt und vielfältig präsentieren sich die Arbeiten, das Spektrum reicht von abstrakter und gegenständlicher Malerei über Zeichnungen bis zu Computerkunst, Fotografie, Skulpturen, Glaskunst und Textilarbeiten.

Neu im Verein ist Sadya Suthau. Sie präsentiert abstrakte Gemälde in ruhigen Farben und mit sind weitere sechs neue Mitglieder vertreten. Arno Landwehr arbeitet mit Säuren und Basen und deren chemischen Reaktionen auf Bildträgern aus Metall. Ebenfalls außergewöhnlich Henny Schlüter, die mit farbigen Seidenpapieren „malt“, indem sie die Papiere in meist geometrischen Formen reißt und das transparente Material übereinander schichtet, wodurch hübsche Farbspiele entstehen. Werner Maier stellt sich als Plein-Air-Maler vor. Er fängt mit leichter Hand Licht durchflutete Landschaften ein. Helmut Köhler zeigt zwei kolorierte Zeichnungen mit hingekritzelten fantastischen Wesen, eine poetische Tagträumerei in kleinem Format. Zum allerersten Mal in ihrem Leben stellt die über 60-jährige Marlene Amort aus, deren gestische Malerei durch harmonisches Farbgefühl überzeugt. Bleibt noch bei den Neuzugängen Birgit Rörig, eine Textilkünstlerin, die auch schon mal beschriftete Papierstreifen zu „Teppichmelodien“ verwebt.

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