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Hanna Burggraf aus Bernried.

Jugend forscht

Prima Ausbeute fürs Fünfseenland

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Landkreis Starnberg - Jeweils zwei erste, zweite und dritte Preise sowie drei Sonderpreise. Die Ausbeute der Schüler aus dem Landkreis Starnberg beim Regionalentscheid Voralpenland der Wettbewerbe „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ kann sich sehen lassen.

Zwei von insgesamt neun von der Jury vergebenen ersten Preisen beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ gehen ins Fünfseenland. Damit hat sich einmal mehr Hanna Burggraf aus Bernried – sie besucht das Gymnasium in Tutzing – für den Landesentscheid qualifiziert. Die 17-jährige Seriensiegerin der vergangenen Jahre punktete heuer im Fachgebiet Technik mit einem Batteriemanagementsystem für Elektroautos. Anhand eines Modells mit kleinen Handy-Akkus hatte sie ein Hardwarekonzept entwickelt. Dessen Funktionsweise konnte sie mit Hilfe von komplexen Mess- und Steueralgorithmen demonstrieren, die sie selbst entworfen hatte. Mit dem „Batman“, wie Hanna ihre Erfindung nennt, räumte sie auch noch einen Sonderpreis ab - den für eine „tolle industrietypische Anwendung“.

Auch die zweite Trägerin eines 1. Preises besucht das Gymnasium in Tutzing. Paula Seifert (17) hatte sich im Fachgebiet „Physik“ beworben. Sie fand heraus, dass Gipskartonständerwände im Schnitt einen Schalldurchgang haben, der um sieben Dezibel höher liegt als bei vergleichbaren Ziegeltrennwänden. Deshalb werde in einem Nachbarraum, der durch eine Gipskartonständerwand getrennt sei, deutlich mehr Lärm wahrgenommen als in einem Nachbarraum, der durch eine Ziegelwand getrennt sei.

Zweite Preise erhielten Pirmin Clarkson (Tutzing) für seine Analyse von Gitarrenklängen sowie Lea Siebler (Starnberg), die die Reiz-Leitungsgeschwindigkeit beim Kniesehnenreflex bestimmt hat. Dritte Preise gehen an Sophie Schön aus Pöcking (elektrische Signale bei der Venusfliegenfalle) und Eva Eleonora Eiden aus Berg (Abbauprodukte des Chlorophylls durch Fluoreszenzstrahlung).

Den Sonderpreis erneuerbare Energien nahm Jelle Dehn aus Tutzing mit nach Hause. Sie hat ein Solarauto gebaut und experimentell untersucht. Über den Sonderpreis Jahresabonnement der Zeitschrift „Bild der Wissenschaft“ freut sich Marius Drobisz (Pöcking). Er hat ein herkömmliches Mikroskop zum Auflicht- und Durchlicht-Fluoreszenz-Mikroskop umgebaut.

Heuer haben 107 Nachwuchsforscher mit 64 Arbeiten an den Wettbewerben im Voralpenland teilgenommen. „Ich habe allergrößten Respekt vor dem Engagement und der Beharrlichkeit, mit der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Herausforderungen ihrer Projekte gestellt haben“, betonte Götz Kwittner von Hoerbiger Antriebstechnik GmbH bei der Siegerehrung. Das Schongauer Unternehmen hatte erneut den Regionalwettbewerb gesponsert.

Alle Sieger der Regionalentscheide werden bei den bayerischen Landeswettbewerben antreten. Diese finden vom 4. bis 7. April in München („Jugend forscht“) sowie vom 18. bis 19. April in Dingolfing („Schüler experimentieren“) statt. Den Abschluss bildet das Bundesfinale in Paderborn. Dort zeigen die Jungforscher ab dem 26. Mai für vier Tage ihre Projekte. Höhepunkt ist die Siegerehrung am 29. Mai.

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