Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen

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Fulminante Premiere von „Emil und die Detektive“.

„Emil und die Detektive“

Jugendtheater der Kolpingbühne: Diese Bande ist eine Wucht

Sie bekommen es wieder bravourös hin: Das Jugendtheater der Kolpingbühne Starnberg brilliert nach neun Jahren erneut mit dem Klassiker „Emil und die Detektive“. Schon eine Woche vor dem Start waren alle Vorstellungen ausverkauft – zurecht, wie die Premiere zeigte.

Starnberg – „Und vergiss nicht…!“ Emils Mutter (Sina Sprinkart) bläut Emil so aufgeregt alles ein, dass die Dramatik der Fahrt zur Berliner Oma dem Publikum im Pfarrzentrum greifbar vor Augen steht. Wunderbar dynamisch lässt die Regie (Barbara Schwab) neben der Erziehungspredigt Reisende zum Zug eilen, sodass man die Bahnhofssituation glaubt.

Emil, zum Verwechseln ähnlich doppelt besetzt (mit Lukas Beer und Benedikt Habdank), ist im Sonntagsanzug eine optisch herausstechende Figur. Klare Aussprache und bewegte Gestik unterstützen die Rolle. Ebenfalls unmerklich gedoppelt ist „der Professor“ (Anna Beer und Romy Baumgärtner): der eloquente Stratege der hilfsbereiten Berliner Kinder.

Die Premiere von „Emil und die Detektive“ in Bildern

Auf diese ist Emil schließlich angewiesen, um den Dieb „Grundeis“ zu verfolgen – hübsch überheblich angelegt von Hannah Schömann. Kein Nachlassen zeigt „Gustav mit der Hupe“: Julian Ruppert ist in seiner mitreißenden Energie eine Idealbesetzung. Grundsätzlich ist die gesamte elfköpfige Bande der „Detektive“ eine Wucht. Selbst beim Planungsgespräch an der Litfaßsäule gibt es ein deutlich verwegenes, quasi vibrierendes Herumlümmeln. Statisten sind hier keine dabei, jeder trägt zum Fluidum der Szene bei. Genauso die lässige Kleidung (Kostüme: Maria Brechtelsbauer), die sich am Edelgangster-Stil der 30er Jahre mit den damaligen Knickerbocker-Hosen und Schiebermützen anlehnt.

Rasch wechseln die Szenenbilder – die Einstudierung kennt keine Müdigkeit: Blitzschnell gehen die Vorhänge und wandeln ohne merkliche Umbaupausen den Blumenstand zum Platz am Café, den Hoteleingang zum Bankschalter. Hier kommen der steife „Wachtmeister Lurje“ (Angelina Halbritter) und der lässige „Kriminalkommissar“ (Franziska Schuster) in schön gegensätzlicher Art zusammen, bevor zuletzt wieder die Großmutter Emils (durchsetzungsfähig: Anne Reichert) und dessen Cousine (pfiffig: Katharina Pillmann, später Lara Riedel) ins Spiel kommen. Man könnte wahrlich kaum etwas besser machen.

Für die Vorstellungen am Freitag (17 Uhr), Samstag (15 und 17 Uhr) und Sonntag (15 Uhr) sind bereits alle Plätze vergeben.     amb

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