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Einfach kaiserlich: Team I des Bayerischen Yachtclubs mit Steuermann Felix Kaiser, Nic Corsi, Nico Jansen und Max Bergauer holten sich in Hamburg den Sieg. 

Junioren-Segel-Liga

Bayerischer Yacht-Club siegt auf der Elbe

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Die Nachwuchssegler aus Starnberg haben beim 3. Akt der Junioren Segel-Liga Topergebnisse erzielt. Auf der Elbe in Hamburg holte sich das Team I des Bayerischen Yacht-Clubs den Regattasieg, Vierter wurde die zweite Mannschaft des BYC vor dem Boot des Münchner Yacht-Clubs.

StarnbergAls die zehnte und letzte Wettfahrt von Akt Nummer drei der Deutschen Junioren Segel-Liga gelaufen war, waren die Verhältnisse wieder geradegerückt. „Was sie gezeigt haben, ist ihr wahres Können“, würdigte Ilja Wolf die Leistung von Felix Kaiser und seiner Crew. Wie schon in Tutzing konnte der Manager des Bayerischen Yacht-Clubs erneut einen Sieg für sein Team I notieren.

Dass die „Kaiserlichen“ nicht alle drei bisherigen Spieltage für sich entschieden haben, lag allein an jenem unglückseligen Betriebsunfall auf dem Wannsee, der die Chancen auf den Titelgewinn mit einem indiskutablen 15. Platz erheblich minderte. Immerhin hat sich das Quartett durch die gelungene Revanche auf dem vierten Rang der Gesamtwertung vorgearbeitet.

In Hamburg glänzte nicht nur das A-Team des BYC, auch Nils Sternbeck und seine Crew drehten wieder bravourös auf. Am Ende verpassten sie als Vierte das Podest nur knapp. Der Mühlenberger Segel-Club kam wie die Bayern auch auf 20 Punkte, aber nachdem die Zahl der ersten und zweiten Plätze beider Teams absolut identisch war, wiesen die Mühlenberger einen dritten Rang mehr als die Bayern auf. „Sie haben gezeigt, warum sie da vorne stehen“, betrachtete Wolf das Abschneiden seiner zweiten Mannschaft auf der Elbe als Bestätigung für ihren zweiten Platz im Gesamtklassement.

Aber nicht nur der BYC sorgte im hohen Norden für Furore. Der Münchner Yacht-Club legte mit Manuel Wunderle an der Pinne ebenfalls eine grandiose Leistung hin und wurde Fünfter. „Das ist aller Ehren wert“, huldigte Micki Liebl der Crew. Der Teammanager hatte vor dem Spieltag noch geargwöhnt, dass Wunderle als ausgesprochener Leichtwindspezialist mit der steifen Brise an der Waterkant nicht klar kommen könnte. Doch dann legte er eine starke Vorstellung hin. „Er hat bewiesen, dass es auch bei Wind geht“, freute sich Liebl, dass sein Skipper nach dem Sieg beim Flauten-Spieltag in Berlin auch in Hamburg auftrumpfte. Platz drei in der Gesamtwertung lässt die Münchner weiter hoffen, sich für die Champions League im nächsten Jahr zu qualifizieren.

Dass die Segler vom Starnberger See zumindest zur nationalen Elite gehören, stellten sie auf der Elbe wieder unter Beweis. Die beiden Teams aus dem BYC gewannen jeweils fünf Rennen, die Münchner vier. „Das ist sehr gut“, lobte Wolf die Flotte aus dem Fünfseenland für ihren eindrucksvollen Auftritt. Liebl sieht hinter den Erfolgen auch die Handschrift von beiden Clubs in der Nachwuchsarbeit. Die zahlreichen Talente, die beide Vereine im Optimist, 420er oder 29er gefördert haben, sorgen nun für kräftig Schwung im Ligenbetrieb. „Die werden nächstes Jahr Erste Liga segeln“, stellt Liebl seinen Junioren schon mal in Aussicht.

Sebastian Frenzer saß in Kiel schon bei den Erwachsenen mit im Boot und unterstützte Steuermann Kay Niederfahrenhorst. Auch Nic Corsi erhielt an der Ostsee höhere Weihen, als er an Bord von Julian Autenrieth die Regatta gewann. Nun siegte er zusammen mit Felix Kaiser, Nico Jansen und Max Bergauer. Wolf atmete erleichtert auf: „Ich finde es ganz gut, dass sie wieder in der Spur sind.“ Dass er seine Segler aus dem Nachwuchsbereich als ernstzunehmende Alternativen zu Autenrieth oder Veit Hemmeter sieht, steht ohnehin schon seit langem fest.  hch

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