Schulbus kracht in Hauswand - Mindestens 20 Verletzte

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Protest am Riedener Weg: Anwohner und Anlieger fürchten eine massive Zunahme des Verkehrs sowie die Zerstörung des beschaulichen Charakters, wenn das ambitionierte Neubauprojekt genehmigt wird. Foto: Stefan Schuhbauer-von Jena

Riedener Weg

Anwohner kämpfen für "kleine grüne Lunge"

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Starnberg - Anwohner am Riedener Weg und Mitglieder der TSV-Tennisabteilung machen mobil gegen die geplante Bebauung auf der Waldfläche nördlich der Sportanlagen.

Es waren deutliche Worte, die die Bürger am Montagabend im Stadtrat fanden. „Diese Bebauung wäre das Ende des Tennisvereins in seinem jetzigen Ausmaß“, befürchtet Matthias Wörsching, der Sportwart der TSV-Tennisabteilung. „Hinterfragen Sie dieses Projekt noch einmal ernsthaft“, wünschte sich Andrea Schmölzer, eine Anwohnerin am Riedener Weg.

Diese Bebauung und dieses Projekt – das ist das Vorhaben der RE-sponsibility Grund POS GmbH & Co. KG von Michael Ullmann, die auf der heutigen Waldfläche nördlich der Sportanlagen des TSV ihr innovatives Wohnkonzept „Garten Rieden“ verwirklichen will. Geplant sind je nach Variante zwischen 25 und 70 Wohneinheiten in Eigentum und Miete, für Senioren und Menschen mit Behinderungen, einschließlich Gemeinschaftsflächen und einer Kindertagesstätte.

Dafür müsste der Tennisverein allerdings auf Plätze und/oder sein Clubhaus verzichten. Für Wörsching ein Albtraum: „Die Tennisabteilung ist wichtig für Starnberg“, sagte er. Sie biete großartige Jugendarbeit und großartigen Spitzensport gleichermaßen. Der Sportwart überreichte Bürgermeisterin Eva John eine Liste mit 1000 Unterschriften von Menschen, die sich für die Rettung der Tennisplätze einsetzen.

Für so viel Verkehr viel zu eng

Anwohnerin Schmölzer plagt noch vielmehr die Zukunft dieser „kleinen grünen Lunge“, die bebaut werden soll. Das Areal liege im Außenbereich und bestehe derzeit aus einem idyllischen kleinen Buchenwald mit altem Baumbestand, Brombeerhecken und seltenen Tierarten. Der Riedener Weg sei zudem für eine Erschließung viel zu eng. Er werde von Gassigehern, Spaziergängern, Joggern, Radlern und Nordic Walkern genutzt. Kinder würden dort Radfahren lernen, ältere Menschen den Weg zum Friedhof nutzen. „Wenn hier gebaut wird, geht eine wunderbare Natur verloren“, warnte sie.

In einer Petition fordern Anwohner und Anlieger: „Im Sinne des Allgemeininteresses müssen diese Flächen als Wald und Grünfläche erhalten bleiben.“ Ein Ausbau des Riedener Weges gefährde rund 1500 Schüler, die dort bislang noch zum Sportplatz oder durch den Wald laufen. Der beschauliche Charakter und Freizeitwert des gesamten Gebietes seien ein für allemal verloren.

Eine Diskussion oder Beschlussfassung stand am Montag nicht auf der Tagesordnung des Stadtrats. Wie berichtet, hatte Ullmanns Firma vor kurzem einen neuen Antrag gestellt, um für das Areal einen Bebauungsplan zu erwirken. Während Ullmann nach seinen Worten im Stadtrat auf positive Rückmeldungen gestoßen ist, hat sich Bürgermeisterin John bislang noch nicht zu dem Vorhaben geäußert.

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