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Evi Liebl aus Hanfeld hat einen Asphaltlagerplatz vor ihrer Ferienwohnung. Eigentlich sollte der Aushub beim Bauhof gelagert werden- doch bei der Umsetzung hakt es noch.

Kanalbau in Hanfeld

„Es wäre schön, wenn die Stadt mitmacht“

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Kaum Fortschritte gibt es bei der Lagerung von teerhaltigem Aushub bei den Kanalbauarbeiten in Hanfeld. Der Abwasserverband hat dazu eine andere Ansicht als die Stadtverwaltung.

Hanfeld/Starnberg – Es dürfte wichtigere Probleme in Starnberg geben als die Frage, wo der teerhaltige Straßenaushub in Hanfeld zwischengelagert wird, der im Zuge des Kanalbaus anfällt. Aber dennoch gehört es zu den Themen, über die seit Monaten besonders heftig gestritten wird. Im Gespräch mit dem Starnberger Merkur hat Norbert Impelmann, Geschäftsleiter des Abwasserverbandes Starnberger See, nun klare Ansagen seitens der Stadt angemahnt. „Wir sind über die Situation genauso unglücklich wie andere auch“, sagte er. Aber wir kriegen von der Stadt leider keine konkrete Antwort.“

Das Problem: Seit fünf Monaten wird der Aushub am Ende des Hirtwieswegs zwischengelagert und beprobt, ehe er zur Deponie kommt.Das hat in Hanfeld viel Ärger verursacht.

Die Lösung, für die sich vor sechs Wochen auch der Stadtrat ausgesprochen hat: Der Aushub wird, wenn die Genehmigungen vorliegen, in einer Halle des Betriebshofs zwischengelagert, die ansonsten für Straßenkehrgut genutzt wird. Für dieses hat wiederum der Abwasserverband eine Fläche an der Kläranlage als Zwischenlager angeboten.

Das Problem, Teil II: Auch seitdem passiert nichts. BLS-Stadtrat Franz Heidinger, der am Hirtwiesweg wohnt, hat im Ferienausschuss am Montag zum wiederholten Mal die Lösung angemahnt.

Bürgermeisterin Eva John wies auf Probleme an der Kläranlage hin, dass nämlich die Fläche nicht überdacht und auch kein Fettabscheider vorhanden sei. Der Abwasserverband als „Bauherr“ sei am Zug, der einen Antrag für die Nutzung der Fläche stellen müsste. Eine Genehmigung gebe es noch nicht. John ist aber zuversichtlich: „Wir werden etwas machen.“ Impelmann kennt diese Sichtweise der Stadt, kann mit der aber wenig anfangen, wie er sagt.

„Wir halten den Betriebshof geeignet, um den Aushub zwischenzulagern. Und wir halten den Platz an der Kläranlage für das Kehrgut für geeignet.“ Wenn die Stadt das anders sehe, möge sie ihm ihre Anforderungen oder Auflagen nennen. Das sei bislang nicht geschehen. Ihm sei von der Stadtverwaltung lediglich eine interne Stellungnahme „ohne Kommentar“ weitergeleitet worden. Impelmann: „Vielleicht war es ja ein bisschen naiv von mir zu denken, dass Straßenkehrgut von der Straße unter freiem Himmel liegen darf.“ Wie es weitergeht? Impelmann will die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt befragen. „Und es wäre schön, wenn die Stadt mitmachen würde.“ Schließlich sei auch die Stadt Bauherrin.

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