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Viel Lachen ist beim Seniorentreff und Organisator Hans Hümpfner (Mitte) angesagt. Die Teilnehmer haben sich beim Schafkopfen kennengelernt. Für ihre Treffen am Montag und Mittwoch suchen sie nun neue Spieler – gerne gesehen ist natürlich weibliche Verstärkung. 

Kartenspieler-Treff

Senioren suchen Schafkopfer

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Das Schafkopfen im Seniorentreff macht den Spielern nicht nur Spaß – es schult auch Gedächtnis und Reflexe. Die Runde sucht Verstärkung.

Starnberg – „Kimmt der Fritz no – oder kimmt er ned?“ Es sind noch drei Minuten, bis das Schafkopfen im Starnberger Seniorentreff beginnt. Die Frage von Organisator Hans Hümpfner (68) erinnert an ein Stück von Gerhard Polt, bei dem der Gemeinderat auf das Erscheinen des letzten Mitglieds, des Weber Max, wartet. Beim Polt kommt der Weber Max noch. Und auch beim Seniorentreff klappt alles: Fritz kommt, pünktlich um 19 Uhr fliegt die erste Karte auf den Tisch in der Cafeteria an der Hanfelder Straße 10.

„Es schult die Reaktion. Das merke ich beim Autofahren.“

Das wöchentliche Treffen haben die Spieler fest in ihrem Terminkalender eingeplant. „Da freue ich mich die ganze Woche drauf“, sagt ein Mitglied. Die Spieler verstehen sich als Gemeinschaft – ihre Namen wollen sie lieber nicht in der Zeitung lesen. Sie sind zwischen 68 und 80 Jahre alt und haben sich beim Schafkopfen im Seniorentreff kennengelernt. Vor 19 Jahren schon hat Hümpfner die Runde eröffnet. Manche Spieler sind bereits seit fünf Jahren dabei, andere neu hinzugekommen. Einer erzählt: „Ich habe mal einen 94-Jährigen gesehen, der regelmäßig Schafkopf gespielt hat.“ Nach den Treffen sei dieser immer mit einem Elektromobil nach Hause gefahren. „Das hat mich überzeugt.“

Die Spieler flachsen, nehmen sich gerne mal auf den Arm – verbessern nebenher aber auch ihre kognitiven Fähigkeiten. „Beim Schafkopfen hat man die meisten Kombinationsmöglichkeiten“, sagt einer. Ein anderer Spieler betont: „Es schult die Reaktion. Das merke ich beim Autofahren.“ Tatsächlich landen die Karten im Akkord in der Tischmitte.

Organisator lädt ein: Ab 50 Jahren kann jeder gerne kommen

Die meisten Teilnehmer spielen Schafkopf seit ihrer Jugend. Einer erzählt von Partien „nachts um 2 Uhr im Outback mit der Stirnlampe“, ein anderer von Duellen in einer Berghütte. Ein Teilnehmer hat vor zehn Jahren angefangen. Das Münzgeld in seinem Plastikschälchen leert sich schneller als jedes andere am Tisch. Auf die kleinen Beträge kommt es aber nicht an. „Und es gleicht sich immer aus“, betonen die Spieler. „Vor allem das Zusammensein ist wichtig“, sagt ein Senior. „Man braucht auch Vertrauen zueinander. Wenn ich kein Solo spiele, hoffe ich auf einen guten Partner.“ Acht Spieler sind es in der Regel in der Schafkopf-Runde, darunter bislang nur eine Frau. Die Spieler würden sich daher besonders über weiblichen Zuwachs freuen.

„Ich hatte seit 30 Jahren nicht gespielt. Hier habe ich wieder angefangen“, sagt einer. Kurz nach dem Wiedereinstieg musste er Sprüche einstecken – nun ist der Senior aber wieder voll drin im Schafkopfen. Spieler wie ihn suchen sie beim Seniorentreff. Für Neueinsteiger sei die Runde nicht geeignet, sagt Hümpfner und fügt spaßig hinzu: „Dazu sind wir zu gut.“ Ab 50 Jahren könne aber gerne jeder kommen, der die Regeln beherrscht.

Die Treffen finden am Montag von 19 bis 22 Uhr und am Mittwoch von 17 bis 20 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos, ebenso wie beim Skat dienstags von 19 bis 21 Uhr. Interessenten können sich bei Hans Hümpfner melden: Telefon 0151 / 65 11 13 82.

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