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Für April kommen keine weiteren Flüchtlinge in den Landkreis.

Asylbewerber

Entlastung für den Landkreis

Landkreis – Im April kommen keine weiteren Flüchtlinge und Asylbewerber in den Kreis. Das Landratsamt beginnt, seine Planungen zu reduzieren.

Die Zahl der Asylbewerber und Flüchtlinge im Landkreis wird sich in diesem Monat nicht verändern – und wenn, dann nach unten. Der Landkreis bekommt wie alle anderen Kreise Oberbayerns in diesem Monat keine Asylbewerber zugeteilt, bestätigte Kreissprecher Stefan Diebl gestern auf Anfrage. Hintergrund: Die zentralen Einrichtungen sind teilweise leer, und die Landkreise sollen nun Turnhallen und dergleichen als Unterkünfte aufgeben. 

Für den Landkreis gilt das nicht, weil alle Hallen längst geräumt sind – aber es gibt dem Kreis eine Chance zum Luftholen. „Unseren Leuten tut das gut“, erklärte Diebl. Von Entspannung will der Kreis nicht sprechen, aber von einem reduzierten Druck. An den grundsätzlichen Planungen für weitere Unterkünfte hält das Landratsamt fest – ungeachtet der aktuellen Zuweisungen. 

Kreis tritt auf Bremse: Vier statt zwei Leichtbauhallen

Mehrere provisorische Unterkünfte müssen eines Tages aufgelöst werden: Apparatebau in Gauting, die drei Zeltanlagen. Berg wird bis 2017 betrieben, für die Tutzinger läuft die bisherige Erlaubnis Ende August mit Option auf eine Verlängerung bis zur Fischerhochzeit. In Pöcking kann die Zeltanlage bleiben, bis das Haus der Bürger und Vereine gebaut wird. Bei den Leichtbauhallen, auch Thermohallen genannt, tritt der Kreis jedoch erstmal auf die Bremse. Vier hatte er geplant, nun sind es nur noch zwei. Diebl: „Im Moment sehen wir den Bedarf nicht.“ 

Standorte sind Gauting – dort ist die Halle im Bau und soll Ende Juli fertig sind – und voraussichtlich Pöcking bis Ende September. Hallen-Pläne für Starnberg und Höhenrain wurden aufgegeben. Für Letzteres denkt der Kreis inzwischen mehr an eine Containeranlage. Auf die setzt der Kreis weiterhin: „Die Planungen für die für Containeranlagen laufen weiter“, sagt Diebl. 

Heuer werden noch 860 Plätze in festen Bauten geschaffen

Die derzeitigen Termine für Anlagen mit je 144 Plätzen: Gilching Ende September, Krailling Mitte des Monats, Seefeld ab Mitte Mai und Weßling Ende Juni. Die Anlage in Wörthsee soll Mitte August in Betrieb gehen, eine zweite in Starnberg in Percha Ende Dezember. Damit werden heuer noch rund 860 Plätze in festen Bauten geschaffen. Dazu kommen 200 in einer Containeranlage des Freistaats in Gilching. Ein Ersatz für den ebenfalls aufgegebenen Standort neben dem Mädchenheim in Gauting ist noch nicht gefunden. 

Und: Was aus der Traglufthalle in Gilching wird, ist nicht absehbar. Warum der Kreis auf Container setzt, liegt auf der Hand: In ihnen können mit wenig Aufwand auch anerkannte Flüchtlinge in Wohnungen untergebracht werden. Allerdings rechnet Stefan Diebl nicht damit, dass auf Dauer wenige bis keine Flüchtlinge mehr kommen. Die Entwicklung 2015 war ähnlich – und am Ende waren Zehntausende pro Tag.

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