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Genügend Kapazitäten gibt es in Herrsching – hier eine Archivaufnahme aus dem Kindertreff. 

Volle Kindergärten

Kinderbetreuung: Wenige Plätze, viel Bedarf

Landkreis – Die Einschreibungen in den knapp 130 Kindereinrichtungen im Landkreis sind bald abgeschlossen. Doch noch ist nicht sicher, ob jedes Kind auch einen Platz in seiner Gemeinde bekommen kann.

Von insgesamt 6400 Betreuungsplätzen wird ein Teil zum kommenden September neu vergeben. Doch die Kindergärten sind voll. Zusätzlich brauchen die vom Landratsamt 61 registrierten Flüchtlingskinder ebenfalls Unterbringung.

Bedarfsanalyse soll Klarheit schaffen

In Gauting zum Beispiel sind die Kindergärten überfüllt. Eine Bedarfsanalyse soll Klarheit über die genaue Situation schaffen. „Am Ende dieser können wir entscheiden, wo wir neue Plätze schaffen“, sagt Francesco Cataldo, der Leiter des Geschäftsbereiches für Schulen und Soziales. Von ungefähr 40 Flüchtlingskindern im Kindergartenalter konnte Gauting bereits 25 unterbringen. Die überfüllten Kindergärten seien aber nicht auf den Andrang der Flüchtlinge zurückzuführen. „Durch die neuen Kinder müssen wir lediglich schneller die Probleme angehen, die es ohnehin gibt.“

Großer Andrang, aber: "Werden nicht sofort Kindergärten ausbauen"

Auch in Gilching und Wörthsee ist die Überfüllung deutlich. Doch in den beiden Gemeinden handele es sich um ein eher vorübergehendes Problem, sagt Sophie Dick, Ansprechpartnerin für Kitas und Krippen in Gilching: „Bisher sind schon wieder fünf Anmeldungen zurückgezogen worden. Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal einen solchen Andrang. Wir werden noch nicht sofort die Kindergärten ausbauen“, erklärt sie. Knapp 200 Plätze seien zurzeit vergeben. 15 davon an Asylkinder. Auch Christel Muggenthal, Bürgermeisterin von Wörthsee, gibt Entwarnung: „Die Situation kann im Herbst schon wieder ganz anders aussehen.“

In Andechs wird es laut Geschäftsführer Max Pänzinger ebenfalls eng in den Kindergärten. Der Katholische Kindergarten St. Pius in Pöcking berichtet, dass zur Zeit keine Plätze frei seien. In Seefeld sieht es da schon besser aus. Wo es hier hakt, ist vor allem die Mittagsbetreuung. Dafür werde derzeit nach Lösungen gesucht, bestätigt Geschäftsleiter Fritz Cording.

Gute Lage in Berg: "Alle Kinder unserer Gemeinde untergebracht"

In Herrsching konnten bislang alle Kinder aus der Gemeinde untergebracht werden. „Nur um die Hortplätze müssen wir uns noch kümmern. Dort brauchen wir noch 21 Plätze“, erklärt die Ansprechpartnerin der Kinderbetreuung, Miryam Goodwin. Feldafings Kindergärten berichten noch von keinen Platzproblemen, wie der Geschäftsleiter Peter Englaender erklärt. Auch Starnberg konnte seine Kinder sowie 16 Knirpse aus Flüchtlingsfamilien bisher unterbringen. 

Im „Starennest“ seien zurzeit sogar noch Plätze frei, heißt es aus dem Rathaus. Weßlings Kindergärten hätten „noch Luft“ wie Geschäftsleiterin Angelika Dinger berichtet. Drei Flüchtlingskinder werden dort bereits betreut. In Berg sieht die Situation ebenfalls besser aus. „Alle Kinder unserer Gemeinde konnten untergebracht werden. Die verbleibenden Plätze reservieren wir, bis wir wissen, wieviele Flüchtlinge zu uns kommen“, erklärt Bürgermeister Rupert Monn.

Keine weiteren Kinder aufnehmen, "solange wir kein ausreichendes Personal haben"

Generell gilt für alle Gemeinden: Wirklich sichere Prognosen sind derzeit nicht möglich. Sowohl die Ankunft neuer Flüchtlinge, als auch die Einschreibungen in die Grundschulen in den kommenden Monaten werden noch Einfluss auf die Zahl der freien Plätze in den Einrichtungen nehmen.

Ein schwieriges Problem, welches sich besonders in Gilching, Weßling und Pöcking bemerkbar macht, ist der Personalmangel. Viele Kindergärten hätten räumlich Platz für weitere Kinder. Doch es fehlt an Erziehern, wie Andrea Griese-Pelikan, Bezirksamtsleiterin für Kinder, Jugend und Familie beim BRK Starnberg, erklärt: „Solange wir kein ausreichendes Personal haben, können wir auch keine weiteren Kinder aufnehmen.“  

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