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Klare Gewinner: Fränzi Essler (2.v.r.) und ihr Kollege Walter Waldrauch (2.v.l.) vom Starnberger Büro Raumstation haben mit ihrem Kinderhaus-Entwurf den Architektenwettbewerb gewonnen. Bürgermei sterin Eva John und Stadtbaumeister Stephan Weinl freuen sich über Konzept und einen Sieger aus der Stadt.

Kinderhaus Perchting

Schöner aufwachsen in einem Kamm

Drei Gebäude in Kamm-Form – so wird das neue Perchtinger Kinderhaus mit hoher Wahrscheinlichkeit aussehen. Das Starnberger Architektenbüro von Fränzi Essler, die „Raumstation“, hat den Architektenwettbewerb für den Neubau klar für sich entschieden. Die Stadt wird mit allen drei Preisträgern verhandeln, zwei davon verfolgen dasselbe Konzept – den Kamm.

Starnberg/Perchting– Eine Krippengruppe für zwölf Kinder, eine Kindergarten- und eine Hortgruppe mit je 25 Kindern, Nebenräume, Außenanlagen, Platz für eine eventuelle Erweiterung – das waren die Vorgaben an die 15 Büros, von denen 14 einen Entwurf abgegeben haben. Das Preisgericht unter Vorsitz von Wilhelm Zett entdeckte „sehr viele gute Ideen“. Einige seien jedoch nicht weitergedacht worden, sagte der Landshuter Architekt bei der Preisvergabe gestern Nachmittag. Ein Kinderhaus sei nur eine scheinbar kleine, einfache Aufgabe.

Die hat die Raumstation in den Augen des Preisgerichts, das die Herkunft einzelner Entwürfe nicht kennt, famos gelöst. Der Entwurf von Fränzi Essler unter Mitarbeit von Landschaftsarchitekten um Jürgen Huber aus Freising passe sich gut ein, habe eine „ideale Beleuchtung“ in den Räumen und ein schlüssiges Erweiterungskonzept, sagte Zett. Drei eingeschossige, untereinander verbundene Bauwerke mit typischem Satteldach sind in Kammform angeordnet.

Ein ähnliches Konzept verfolgt einer der beiden dritten Preise (köhler architekten, Gauting, mit kübertlandschaftsarchitektur München), während der zweite dritte Preis (FFM-Architekten, Frankfurt, mit Büro für Freiraumplanung, Wiesbaden) einen Gesamtkomplex vorsieht. Ein zweiter Preis wurde nicht vergeben, dafür eine Anerkennung. An den ersten Preisträger gehen 8000 Euro, an die Drittplatzierten je 4500 und an die Anerkennung 3000 Euro.

Mit allen drei Preisträgern wird die Stadt nun in Verhandlungen einsteigen – welcher Entwurf realisiert wird, steht mit der Preisvergabe noch nicht fest. Am Ende entscheidet der Stadtrat, doch ist laut Bürgermeiterin Eva John angesichts des klaren Siegers „sehr zu erwarten, dass der erste Preis realisiert wird“. Baubeginn soll 2018, Fertigstellung 2019 sein. Die Kosten stehen noch nicht fest, John geht von mindestens zwei Millionen Euro aus. Bauplatz ist an der Jägersbrunner Straße gegenüber dem Parkplatz für den Sportplatz. Den können dann auch Eltern nutzen.

Die Wettbewerbsergebnisse sind noch bis Donnerstag, 8. Juni, zu den Öffnungszeiten im Foyer der Schlossberghalle ausgestellt.  ike

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