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Zufriedenes Baby, glückliche Mama: Julia Weber mit der drei Monate alten Rosa. In neun Monaten will die Starnbergerin wieder zur Arbeit und braucht eine Betreuung. 

Koordinierende Kinderschutzstelle

Kinderkrippe oder Tagesmutter?

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Wer eine Betreuungsmöglichkeit für sein Kind sucht, steht oft vor großen Problemen. Im Landkreis Starnberg wird geholfen.

Starnberg – Da liegt die kleine Rosa in ihrem Laufstall, spielt mit einem Stofftier und ist einfach bezaubernd. Sie schaut mit großen, runden Augen und brabbelt vor sich hin, sie ist ein rundum zufriedenes Kind und die Freude ihrer Eltern Julia und Marcus Weber aus Starnberg. Rosa ist drei Monate alt, in einem Dreivierteljahr will ihre Mutter wieder arbeiten gehen – dann braucht die Familie eine Betreuung für die Kleine.

Da die Oma im Raum Frankfurt wohnt, haben die Webers die Wahl zwischen einer Tagesmutter und einer Kinderkrippe. Wobei die gute Nachricht ist, dass es im Landkreis Starnberg für beide Fälle freie Plätze gibt. Aber was ist die beste Lösung für Familie und Kind? Bei der Entscheidung hilft die Koordinierende Kinderschutzstelle des Landratsamts (KoKi). KoKi-Beraterin Birgit Kaul besucht Familien mit neugeborenen Kindern und berät sie bei den verschiedensten Themen, medizinische Vorsorge, Ernährung, Schlafen oder eben auch Betreuung. Um möglichst viele frischgebackenen Eltern zu erreichen, ist die KoKi deshalb bei der Organisation der Nestwerk-Vortragsreihe dabei (siehe Kasten). Am morgigen Dienstag geht es in der Starnberger Familienberatungsstelle des Landratsamts, Moostraße 5, genau um das Thema Tagesbetreuung: Wie kann ein Kind den Übergang vom Nest der Familie in die Tagespflege oder in die Krippe gut schaffen?

Für die 43-jährige Julia Weber waren die Informationen der KoKi Gold wert. „Ich hatte bisher mit Kindertagesstätten nichts zu tun“, sagt sie. Sie arbeitet im Vertrieb. „Ich wusste nichts. Ich habe erst einmal gegoogelt, mit welchen Kosten man rechnen muss.“ Das weiß Birgit Keul: „Ab 360 Euro im Monat gibt es einen Vollzeitplatz für ein Kind unter drei Jahren.“

Die Webers werden sich vermutlich für eine Tagesmutter entscheiden, die in der Nähe wohnt. „Das ist fast wie in einer Familie mit Geschwistern“, nennt sie einen Vorteil. Ein Vorteil der Krippe sei, dass sich besonders gut geschultes Personal um die Kleinen kümmere, sagt Kaul. „Wichtig ist, dass die Chemie stimmt“, stellen beide Frauen fest. „Je kleiner ein Kind ist, desto besser ist es, wenn die Gruppe klein ist“, ergänzt die KoKi-Beraterin.

Die nächste Veranstaltung

Guter Start in die Tagesbetreuung: Dienstag, 30. Mai, 19.30 Uhr, Familienberatungsstelle Starnberg, Moosstraße 5. Reden ist Gold – Kommunikation im Alltag für Eltern: Montag, 3. Juli, 19.30 Uhr, Familienberatungsstelle Starnberg. „Ich will aber! ...nicht!“ – wie normal sind Trotzanfälle?: Dienstag, 10. Oktober, 19.30 Uhr, Schwangerenberatungsstelle Gilching, Römerstraße 33. Plötzlich Geschwister!?: Montag, 13. November, 19.30 Uhr, Familienberatung Starnberg. Anmeldung in Starnberg unter z (0 81 51) 14 83 88, erziehungsberatung@lra-starnberg.de, in Gilching unter z (0 81 05) 778 56, schwangerenberatung@diakonieffb.de.

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