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Spontaner Redaktionsbesuch: Skirennläuferin Kira Weidle nahm sich zwischen den Weltcuprennen von Lake Louise und St. Moritz die Zeit, um mit Sportredakteur Michael Baumgärtner zu plaudern. 

Ski alpin

„Jetzt habe ich einen Saisonhöhepunkt“

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Die frisch gebackene Olympionikin Kira Weidle hat nach ihrer Qualifikation für die Winterspiele in Pyeongchang der Redaktion des Starnberger Merkur einen Besuch abgestattet. Sportredakteur Michael Baumgärtner unterhielt sich mit der Rennläuferin vom Skiclub Starnberg über ihren großen Erfolg.

Starnberg– Was für ein unglaublicher Erfolg: Kira Weidle hat am Samstag in der Weltcup-Abfahrt von Lake Louise das Olympiaticket gelöst. Durch ihren 8. Platz in Kanada qualifizierte sich die Rennläuferin vom Skiclub Starnberg für die Winterspiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar). Am heutigen Mittwoch ist sie schon wieder auf dem Weg nach St. Moritz, wo die nächsten Weltcup-Rennen auf sie warten. Während ihres eintägigen Kurzaufenthalt in Starnberg fand die 21-Jährige auch noch die Zeit für einen Besuch und ein Gespräch in unserer Redaktion.

-Kira, herzlichen Glückwunsch zur Olympia-Qualifikation. Wie haben Sie das wahrgenommen, als Sie ins Ziel fuhren?

Ich habe das erst gar nicht realisiert, denn Olympia war ja gar nicht unbedingt mein Ziel. Dann hat es mir Vicky (Viktoria Rebensburg, Anm. d. Red.) gesagt, und dann war die Freude natürlich riesig.

-Was bedeutet für Sie die Teilnahme an den Winterspielen?

Das ist natürlich mega. Jetzt habe ich auch einen echten Saisonhöhepunkt, den hatte ich ja bislang noch nicht. Und für das Weltcupfinale in Åre (Schweden) will ich mich auch qualifizieren.

-Ändert sich nun durch die Quali für Pyeongchang die Saisonplanung?

Eigentlich nicht. Allerdings starte ich jetzt am Wochenende im Weltcup in St. Moritz. Eigentlich war geplant, dass ich die Europacuprennen in Kvitfjell (Norwegen) fahre.

-Warum wurde das umentschieden?

Durch die guten Ergebnisse in Lake Louise bin ich, was die Startnummer angeht, jetzt fest zwischen 20 und 30 gesetzt. Das ist natürlich ein großer Vorteil für mich. Außerdem bin ich zurzeit offenbar gut drauf, das muss man ausnutzen. Mein Ziel ist es nun, in den Weltcuprennen möglichst immer um Platz 20 herum zu landen. Ich habe ja jetzt gezeigt, dass ich gut Skifahren kann.

- Es läuft ja nicht nur bei Ihnen momentan prächtig. Die ganze Mannschaft scheint in hervorragender Form zu sein.

Ja, das stimmt. Das gesamte Teamergebnis in Lake Louise war mega, das hat uns unheimlich gefreut.

-Haben Sie eine Erklärung dafür?

Naja, mit Jürgen Graller haben wir seit diesem Jahr einen neuen Cheftrainer. Allein schon dadurch sind wohl alle wieder neu motiviert. Wir haben in der Vorbereitung auch kaum Speed trainiert, sondern schwerpunktmäßig Technik. Vor den Rennen in Lake Louise hatte ich deshalb schon ganz schön Panik. Doch das Ergebnis gibt den Trainern Recht.

- Wie geht es nach St. Moritz weiter?

Eine Woche danach sind noch die Weltcuprennen in Val d’Isere, und dann fahre ich eventuell noch die Europacup-Abfahrten in Val di Fassa am Passo San Pellegrino. Und dann ist erst einmal Weihnachtspause.

-Zwischen den Weltcups in Lake Louise und St. Moritz hatten sie ja zwei Tage Zeit, einen kurzen Abstecher zu Hause zu machen.

Ja, ich bin am frühen Montagabend daheim gewesen. Aber ausschlafen konnte ich trotzdem nicht. Am Dienstag früh um 6 Uhr wurde ich aus dem Bett geholt. Da standen plötzlich die Dopingkontrolleure vor der Tür, und ich musste eine Dopingprobe abgeben.

-Der Preis des Erfolges?

Klar, kann schon sein, dass die jetzt öfter kommen, nachdem ich bei den Olympischen Spielen dabei bin. Aber das nimmt man gerne in Kauf.

-Gibt es nach Ihrem jüngsten Erfolg auch mehr Anfragen von Fans?

Auf den sozialen Medien sind die Likes für meine Seiten ganz schon nach oben geschossen, und ein paar mehr Autogrammanfragen gibt es auch schon.

-Herzlichen Dank für Ihren Besuch. Wir wünschen Ihnen vor allem, dass Sie verletzungsfrei bleiben.

Vielen Dank, aber darüber denke ich gar nicht nach. Ich fahre ganz normal weiter wie bisher.

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