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Die Startnummer elf brachte kein Glück: Kira Weidle war nach ihrem 13. Platz in der WM-Abfahrt in Åre von sich selbst enttäuscht. Doch die 22-jährige Starnbergerin blickte bereits wenige Stunden nach dem Rennen schon wieder positiv in die Zukunft. 

Alpine Ski-WM

Kira Weidle stolz trotz verpatzter WM

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Es hat nicht sollen sein. Kira Weidles Traum von einer Medaille bei der alpinen Ski-WM in Åre blieb unerfüllt. Gestern belegte die 22-jährige Starnbergerin, die nach zwei dritten Plätzen im Weltcup sogar als Geheimfavoritin gehandelt worden war, in der Abfahrt nur Rang 13.

Starnberg– „Ich bin schon enttäuscht“, gab Kira Weidle zu, nachdem sie bei der Abfahrt in Åre nur den 13. Rang belegt hatte. „Wir alle haben uns mehr erhofft mit den Vorleistungen, aber heute sollte es einfach nicht sein“, sagte die Rennläuferin vom Skiclub Starnberg. Insgeheim hatten sie und auch die Verantwortlichen gehofft, dass Weidle erstmals seit Maria Höfl-Rieschs Bronze 2013 für den Deutschen Skiverband wieder eine Medaille in einem Speed-Event holt. Schließlich war die junge Starnbergerin in diesem Weltcup-Winter in der Abfahrt schon zweimal aufs Podest gefahren – jeweils Platz drei in Lake Louise und beim Heimrennen in Garmisch-Partenkirchen.

Ein kleiner, wenn auch schwacher Trost für Weidle war, dass auch andere hoch gehandelte Athletinnen mit leeren Händen dastanden. Garmisch-Siegerin Stepanie Venier (AUT) beispielsweise landete auf dem undankbaren vierten Platz, Ramona Siebenhofer (AUT), Doppelsiegerin von Cortina d’Ampezzo wurde nur Siebte, Mitfavoritin Sofia Goggia (ITA) gar nur 15., und Tina Weirather (LIE) musste sich auf der um etwa ein Viertel verkürzten Abfahrt mit Rang 18 zufrieden geben. „Schade, dass die Abfahrt nur knapp über eine Minute lang war, aber das ist eben dem Wind geschuldet“, klagte Weidle über das „verflixte Wetter in Åre“. Letztlich fehlten der Starnbergerin 0,45 Sekunden auf Bronze, das in ihrem letzten Rennen an die US-Amerikanerin Lindsey Vonn ging. Weltmeisterin wurde wie schon vor zwei Jahren die Slowenin Ilka Stuhec, Silber ging an die Schweizerin Corinne Suter.

Eine kleine Schrecksekunde mussten Weidles Eltern Martina und Günter, die ihre Tochter auf der Tribüne anfeuerten, auch noch verdauen. Im Zielsprung verriss es Kira Weidle bei der Landung den rechten Ski. Doch mit einer akrobatischen Meisterleistung vermied die 22-Jährige den Sturz. „Ich bin froh, im Ziel zu sein“, sagte sie nach dem Rennen.

Obwohl sich Weidle, die heute wieder zurück nach Deutschland fliegt, insgesamt mehr ausgerechnet hatte als Rang 13 in der Abfahrt und Platz 19 im Super G, zog sie ein nicht allzu negatives Fazit: „Die nächste WM kommt bestimmt, und deswegen überwiegt bei mir auch schon wieder das positive Gefühl, das ich in der bisherigen Saison hatte, auch wenn jetzt die Weltmeisterschaft nicht ganz nach meinem Geschmack verlief“, sagte sie gestern Abend gegenüber dem Starnberger Merkur. „Ich freue mich jetzt auf die letzten Weltcups, und egal, was kommt, bin ich trotz der verpatzten WM stolz auf das, was ich diese Saison gezeigt habe.“ Am Samstag, 23. Februar, kann die junge Starnbergerin bei der Weltcup-Abfahrt in Crans-Montana (Schweiz) wieder zeigen, was wirklich in ihr steckt.

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