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Vorstand fast wie vorher (v.l.): Michael Stiegler, Verena Kellner, Burkhard Quinger, Günter Schorn, Ildiko Gaal-Baier (Ersatzdelegierte), Manfred Lehner, Constantia Rosendorfer (Delegierte), Ellen Hacker, Kerstin Täubner-Benicke, Jutta Kreuzer (Delegierte) und Werner Stöckl. 

Verband setzt auf Kontinuität

Klagt der Bund Naturschutz gegen das Staatliche Bauamt

Der Bund Naturschutz hat neu gewählt - und er könnte gegen das Staatliche Bauamt klagen.

Starnberg – Die Kreisgruppe des Bund Naturschutz (BN) setzte bei den Neuwahlen auf Kontinuität. Günter Schorn wurde am Donnerstagabend einstimmig wiedergewählt und ist damit seit 22 Jahren Vorsitzender. Stellvertreter sind Michael Stiegler und Ellen Hacker. Schatzmeisterin bleibt Verena Kellner und Schriftführer ist wieder Werner Stöckl. Der Bund Naturschutz hat im Landkreis rund 3800 Mitglieder. Das sind fast drei Prozent der Bevölkerung.

Im Bericht über die Aktivitäten des Vereins streifte Schorn viele Themen, wie den Amphibienschutz und die Räumung des Aubachs in Seefeld. „Was uns am allermeisten beschäftigt hat, ist der Amphibienschutz an der Umfahrung von Weßling“, berichtete Schorn – ein Thema, das schon lange Schlagzeilen macht. „Die Naturschutzbehörde in München fühlt sich überhaupt nicht verantwortlich“, monierte er. Auch dem Staatlichen Bauamt Weilheim habe der BN „massiv zeigen müssen, was Sache ist“. Den Mitgliedern zeigte er Fotos von auf der Straße vertrockneten Jungfröschen und Schnecken. Schorn hat deshalb ein Schreiben an das Bauamt vorbereitet, in dem er auf Missstände hinweist. Beispiel: Eimer, in die Amphibien an Zäunen fallen, sollten schon um 23 Uhr und nicht erst am nächsten Morgen geleert werden, damit die Tiere auf ihrer Wanderung weniger Zeit verlieren. „Das ist der letzte Schritt, bevor wir andere Schritte unternehmen“, kündigte er an. Der Verein hat schon vor Monaten prüfen lassen, inwieweit Klagen möglich sind. „Das muten wir uns dann auch zu“, sagte Schorn.

Ausgaben von 100 000 Euro

Finanziell stand der Verein 2018 nicht so gut da wie im Vorjahr und musste die Rücklagen angreifen. Die Ausgaben lagen bei rund 100 000 Euro, die Einnahmen bei ungefähr 80 000 Euro. „Es haben viele Einnahmen gefehlt“, erklärte Schatzmeisterin Verena Kellner. Der größte ausstehende Betrag sei noch nicht ausgezahlt worden: Das Landratsamt hat den Verein beauftragt, für 12 000 Euro Seemoos zu mähen. Außerdem habe sich die Auszahlung von Fördermitteln verzögert. Die Personalkosten sind im vergangenen Jahr um ungefähr 7000 Euro gestiegen. Grund ist die Festanstellung eines Mitarbeiters für fünf Monate. Weiterer Kostenpunkt war die Bezahlung von Helfern beim Amphibienschutz. Manche Ortsgruppen hatten nicht genügend freiwillige Unterstützer gefunden und mussten deshalb Helfer bezahlen. Sorgen mache sie sich deshalb nicht, sagte Kellner. „Die Lage entspannt sich“, versicherte sie. „Insgesamt geht es dem Landkreis Starnberg super.“

Beisitzer im Vorstand sind Burkhard Quinger, Kerstin Täubner-Benicke und Manfred Lehner, der vorher stellvertretender Vorsitzender war.  iru

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