Verknotete Ballettmädchen: Allesamt sind sie vom Kobold verhext – und das Publikum ist verzaubert. Foto: jaksch

Klassisches Ballett und Modern Dance

Starnberg - Wie bringt man wuselnde kleine Mädchen und kesse Teenies, elegante Ballerinen und freche Buben, vor allem aber unzählige Tänzerinnen und Tänzer unter einen Hut - oder vielmehr auf die Bühne?

Flora Almeida, die Inhaberin des Tanzstudios Pöcking, hat das Problem gelöst, in dem sie ein "Tanzmärchen" für über 80 Kinder geschrieben hat. "Die Süßigkeitenfabrik" wurde im April 2006 im Stadttheater Augsburg uraufgeführt, am Sonntagnachmittag brachten es Schüler des Tanzstudios Tutzing in der Schlossberghalle auf die Bühne: Kinder zwischen acht und 13 Jahren waren darin in einen bunten Reigen aus Ballett und modernem Kindertanz zu sehen. Im zweiten Teil der Schüleraufführung hatten bei "ZirkusZauber" neben den Ballettmädchen auch Teenies mit HipHop, Modern, Jazz und Video Clip Dancing ihren ersten großen Auftritt vor begeisterten Eltern, Omas und Tanten.

Drei mutige Buben wollen das Geheimnis der geschlossenen Süßigkeitenfabrik ergründen. Bei einem nächtlichen Ausflug drücken sie heimlich die Knöpfe und lassen köstliche Pralinen in schwarzen Tüllröckchen mit riesigen goldenen Schleifen über die Laufbänder tanzen. Dann kullern verführerisch leuchtende Bonbons dazu und rosarote Kaugummis. Schließlich rollen Ballettmädchen als verknotete Lakritzschnecke herbei und viele bunte Smarties hüpfen in einer witzigen Choreografie über die Bühne, elegante spitzentanzende Zuckerfeen und hübsche rote Marzipanröschen zeigen ihr Können. Sie alle wurden von einem kleinen Kobold verhext und sind ungenießbar geworden. Die Fabrik musste geschlossen werden, und in der ganzen Stadt gibt es keine Süßigkeiten mehr. Natürlich gelingt es den Rettern, den Kobold zu besänftigen und den Zauber zu bannen.

Flora Almeida ist es hier auf sehr kindgerechte und stimmige Weise gelungen, Theater und Tanzvergnügen, Ballettdisziplin und heitere Ausgelassenheit miteinander zu verbinden.

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