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Kein Platz mehr frei: Das Obergeschoss des derzeitigen Parkdecks am Klinikum ist fast immer voll belegt, im darunter befindlichen Untergeschoss mussten einige Plätze aus Sicherheitsgründen bereits gesperrt werden.

Erweiterung

Neues Parkhaus am Klinikum

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Wer öfter am Klinikum Starnberg zu tun hat, kennt das Problem: Es fehlt an Parkplätzen. Deswegen will das Klinikum ein neues Parkhaus anstelle des jetzigen Parkdecks bauen lassen – das ist sowieso marode.

Starnberg – Der Kreis- und der Bauausschuss billigten gestern das Vorhaben, das dem Landkreis Geld spart. Das alte Parkdeck mit seinen 148 Stellplätzen auf zwei Etagen hat damit gerade einmal 15 Jahre gehalten und sich als wenig robust erwiesen. Vor allem Regenwasser ist ein Problem, denn es sickert durch die Betonwände, verursacht Schäden an diesen und an im Untergeschoss abgestellten Fahrzeugen. 30 bis 40 Stellplätze habe man bereits sperren müssen, sagte Klinikgeschäftsführer Dr. Thomas Weiler. In einigen Fällen musste sogar Schadenersatz an Autohalter gezahlt werden.

Seit Jahren wird über eine Sanierung diskutiert, die vermutlich 1,5 Millionen Euro kosten würde, das Problem aber nicht wirklich löst. Deswegen ging das Klinikum einen Schritt weiter: Da es sowieso zusätzliche Büroflächen für die Verwaltung benötigt, soll das alte Parkdeck abgerissen werden. Der Neubau eines komplett geschlossenen Parkhauses böte auf dann drei Etagen Platz für mehr als 200 Fahrzeuge und weitere Büros.

„Eine notwendige Maßnahme“, betonte Weiler. Der Bürobau mit eigener Tiefgarage könnte im Jahr 2020 fertig sein und sei wegen der „Konzernbildung“ mit Seefeld und Penzberg und einer zentralisierten Verwaltung erforderlich. Denn: Vor zehn Jahren waren Leistungen für rund 14 000 Patienten abzurechnen, heute sind es 22 000. Die Kosten des Neubaus beziffert Weiler mit vier bis fünf Millionen Euro.

Das Vorhaben hat Auswirkungen auf die grundlegende Arbeitsteilung zwischen Landkreis (Eigentümer des Klinikums) und Klinikum selbst. Das alte Parkdeck hatte seinerzeit der Kreis bezahlt und dem Klinikum als Sondervermögen überlassen. Das ist vertraglich geregelt, dazu eine Reihe von kalkulatorischen Fragen, Zinsregelungen und einiges mehr. Dieser Vertrag soll nun neu gefasst werden. Vereinfacht gesagt: Der Kreis beteiligt sich am Neubau, dafür übernimmt das Klinikum alle Folgekosten. Rund 600 000 Euro soll der Landkreis beisteuern. Bei einer Sanierung, wie bisher geplant, hätte er fast das Dreifache bezahlt.

Allerdings sahen nicht alle Kreisräte den Beitrag des Kreises ein. Manfred Herz (CSU) fragte kritisch nach, warum der Kreis zahlen solle, wenn doch ganz offensichtlich das Klinikum auf das Parkdeck nicht aufgepasst habe. Weiler wies dies zurück: Das Parkdeck sei seinerzeit mit 1,6 Millionen Euro günstig gebaut worden, Gewährleistungsforderungen habe man geprüft – da gehe nichts. Und er legte nach: Nach der Krankenhausfinanzierung seien Gemeinden und Freistaat für Bauten zuständig.

„Sie leben in Starnberg in der Oase der Glückseeligen“, sagte er, weil der Kreis die rund 30 Millionen Euro Investitionen des Klinikums in den vergangenen Jahren nicht habe bezahlen müssen. In den nächsten Jahren seien weitere 33 bis 40 Millionen Euro nötig „für den Stand, den wir brauchen“. Den Wink verstanden die Kreisräte sofort.

Die ohnehin angespannte Parkplatzsituation rund ums Klinikum macht den Neubauplan nicht einfacher. Deswegen stellt der Landkreis eine Fläche an der Ecke Oßwaldstraße/Zeppelinpromenade als Interimslösung für mehrere Jahre zur Verfügung. Sie dient schon heute als mehr oder minder provisorischer Parkplatz und ist vom Klinikum angemietet. Die Stellplätze dort sollen nur Mitarbeitern zur Verfügung stehen.

Der Parkplatz wird um eine weitere, derzeit noch landwirtschaftlich genutzte Fläche erweitert – insgesamt sind es dann fast 20 000 Quadratmeter. Die Herrichtung des Platzes übernimmt das Klinikum. Bereits in den nächsten Wochen soll mit der Vorbereitung begonnen, im zweiten Halbjahr der Bauantrag für das neue Parkdeck eingereicht werden. Bis Jahresende soll das Provisorium fertig sein und bis Ende 2020 betrieben werden – dann wird es teilweise zurückgebaut. 2018 würde nach diesem Zeitplan das alte Parkdeck unterhalb des Ärztehauses abgerissen.

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