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Der Sperling hat heuer deutlich aufgeholt.

Stunde der Wintervögel

Kohlmeise behauptet Spitze

Landkreis – Anfang Januar hatte der Landesbund für Vogelschutz (LBV) zum sechsten Mal zur Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ aufgerufen. Auch im Landkreis Starnberg beteiligten sich viele Vogelfreunde an der Aktion.

In ganz Bayern zählten über 26 000 Teilnehmer eine Stunde lang die Vögel in ihren Gärten und übertrafen damit die bisherige Rekordteilnehmerzahl von 2013. Insgesamt wurden 714 671 Wintervögel gesichtet, im Durchschnitt 40 pro Garten.

Auch die Bürger im Landkreis Starnberg waren fleißig: 485 Teilnehmer zählten 12 333 Vögel. Der am häufigsten gesichtete Wintervogel war, wie auch schon im Vorjahr, die Kohlmeise. Sie ist die größte und am weitesten verbreitete Meisenart in Mitteleuropa. Bereits zum zweiten mal in Folge besetzt sie nicht nur den Starnberger, sondern auch den bayerischen Spitzenplatz. Bundesweit hat sie es hinter dem Spatz nur auf den zweiten Platz geschafft.

Im Landkreis belegt die Amsel den zweiten Platz, der Erlenzeisig wurde Dritter. Vergangeness Jahr erreichten die Sperlinge nur den 17. Platz. Heuer haben sie starken Zuwachs aus Nord- und Nordosteuropa bekommen. Die Umgebung scheint ihnen sehr zuzusagen, in ganz Bayern erreichten sie mit ausländischer Unterstützung den sechsten Platz.

Besonders erfreulich ist das Ergebnis des Stieglitzes, auch bekannt als Distelfink. Der farbenfrohe Singvogel wurde zum „Vogel des Jahres 2016“ gekürt. Mit dieser Auszeichnung will der LBV darauf aufmerksam machen, dass der Lebensraum des Stieglitzes immer mehr der Landwirtschaft weichen muss. Bei der aktuellen Zählung wurde er mehr als dreimal so oft gesichtet wie bei der vorherigen.

Grund dafür war vermutlich der lange Sommer. In der ausgedehnten warmen Zeit schafften es viele Arten mehr als einmal zu brüten und ihre Küken erfolgreich großzuziehen. Der LBV freut sich auf jeden Fall über die diesjährigen Ergebnisse, wie er auf seiner Website mitteilte.  kn

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