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Die ersten Plakate hängen: Die Reihenfolge kam für einige überraschend – sie entspricht den Stimmenanteilen 2015, nicht dem Stimmzettel. 

Vor den Kommunalwahlen

Reihenfolge auf Wahltafeln in Starnberg sorgt für Verwirrung

Die Reihenfolge auf den Wahltafeln in Starnberg sorgt für Verwirrung und Beschwerden. Anders als bei anderen Wahlen (Bundes-/Landtag) entspricht die Reihenfolge nicht der des Stimmzettels, sondern nach Angaben aus dem Rathaus jener der Stadtratswahl von 2015.

Starnberg– Die Vergabe der Plätze – je nach Tafel acht oder zwölf – erfolge „wie bei allen anderen Wahlen auch, in der Reihenfolge der Stimmergebnisse der letzten Stadtratswahl“, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit.

Manche wunderten sich über die neue Vorgabe, etwa die CSU, stets orientiert auf Platz 1 auf den Tafeln. Die Festlegung folge, erklärte die Stadtverwaltung, den Stimmenanteilen 2015 – „der abgestuften Chancengleichheit“. Damals hatte das BMS von Bürgermeisterin Eva John mit 53 090 Stimmen mehr bekommen als die CSU mit 50 402. Daher hat das BMS nun Platz 1 auf den Tafeln, die CSU den zweiten. Kopfzerbrechen bereitet das nicht so sehr: „Wir haben überall Liste 1 draufgeschrieben“, sagt Thomas Beigel, der die Plakatwerbung koordiniert. Auf dem Stimmzettel steht die CSU auf eins, die Grünen auf zwei, die Freien Wähler auf drei. Danach folgen SPD, FDP, BMS, WPS, BLS.

Im Rathaus gingen einige Beschwerden ein

Im Rathaus gingen einige Beschwerden ein, das Parteien und Wählergruppierungen unterschiedlich behandelt würden. Dem widerspricht das Rathaus: „Jedem Wahlvorschlagsträger, der für die Stadtratswahl einen Wahlvorschlag eingereicht hat, wurde ein Feld auf den großen und kleinen Plakattafeln zugewiesen. Die vier zusätzlichen Wahlvorschlagsträger, die nur für den Kreistag einen Wahlvorschlag eingereicht haben, erhalten leidglich ein Feld auf den großen Plakattafeln.“ Plakatieren dürfen die Parteien übrigens, was sie wollen – ob ihre Stadtratskandidaten oder ihren Landratsbewerber (soweit vorhanden).

Viele glauben sich zu erinnern, dass früher die Stimmzettelreihenfolge verwendet worden sei. Fotos einzelner Wahltafeln von 2015 zeigen die Reihenfolge CSU, SPD, Grüne, WPS, BMS, UWG, FDP, BLS – was eher dem Stimmzettel entspricht, aber nicht viel besagt, da nicht immer richtig geklebt wird und schon mal Plätze getauscht werden. Die Ordnungszahlen auf den Wahlzetteln richten grundsätzlich sich nach Landtagswahlergebnissen und bei kleinen Parteien teils nach Alphabet.

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