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Jessica Libbertz im Krankenhaus! Ärzte mussten schnell handeln

Jessica Libbertz im Krankenhaus! Ärzte mussten schnell handeln
Sogenannte Weaning-Station bei Asklepios in Gauting.
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Derzeit muss im Landkreis Starnberg kein Corona-Patient beatmet werden. Die Kliniken sind aber vorbereitet, wie Asklepios in Gauting.

Nur wenige Fälle in Kliniken

Krankenhäuser in der zweiten Corona-Welle: „Können in kürzester Zeit umbauen“

  • Tobias Gmach
    vonTobias Gmach
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Ein Intensiv-Patient, vier insgesamt: In den Kliniken im Landkreis Starnberg müssen derzeit nur wenige Corona-Patienten behandelt werden. Sollten es mehr werden, sind die Krankenhäuser vorbereitet.

Landkreis – Nur wenige Corona-Patienten werden derzeit trotz des allgemeinen Anstiegs der Infektionen in den Krankenhäusern des Landkreises behandelt. „Wir machen am Tag zwischen 80 und 150 Tests und haben etwa zwei positive Fälle pro Woche“, berichtet Prof. Florian Krötz vom Klinikum Starnberg. Der Herzspezialist ist Pandemie-Beauftragter der Starnberger Kliniken. Sechs Betten halte man ständig auf der Infektionsstation frei, derzeit sei keines davon belegt. Vier Covid-19-Patienten versorgt derzeit die Asklepios-Lungenfachklinik in Gauting, einen davon im Intensivbereich. Derjenige müsse aber nicht beatmet werden, sagt Pressesprecherin Beatriz Parente Matschke. In den Benedictus-Krankenhäusern Tutzing und Feldafing gab es Stand Freitag keine Corona-Patienten.

Alle Klinik-Vertreter versichern auf Nachfrage, dass sie gerüstet für einen plötzlichen Patienten-Ansturm wären. „Wir können dynamisch reagieren, die Intensivbettenzahl von 10 bis 36 flexibel anpassen“, sagt etwa Parente Matschke aus Gauting. Ähnlich klingt Krötz aus Starnberg: „Wir können innerhalb kürzester Zeit Bereiche freiräumen und umbauen. Wir waren den ganzen Sommer vorbereitet und sind es auch jetzt.“ Im Klinikum landen mittlerweile viel weniger Verdachtsfälle. „Dass die Testergebnisse schneller verfügbar sind, hat uns unglaublich geholfen“, sagt er.

Prof. Florian Krötz Pandemie-Beauftragter am Klinikum Starnberg

Seit Mitte des Jahres gelten in Starnberg strenge Besucherregeln: einer am Tag für eine Stunde – und es muss immer der gleiche sein. In besonderen Fällen zeige man sich aber kulant, versichert Krötz. Den Appell, es mögen nur zwei verschiedene Verwandte oder Freunde für je eine Stunde am Tag kommen, richtet die Gautinger Klinik nun an ihre Patienten. „Damit Ruhe ins Haus kommt“, sagt Sprecherin Matschke. Diese Verschärfung gilt auch in Tutzing, in Feldafing sind zwei Stunden erlaubt. In beiden Benedictus-Häusern wird jeder Besucher registriert und kontrolliert, wie Sylke Will auf Nachfrage mitteilt.

Dass sich Regeln und Rahmenbedingungen täglich ändern können, merkt man dieser Tage wieder – auch in den Krankenhäusern. In Feldafing und Tutzing berät sich die im Frühjahr gegründete „Task Force“ aus Klinikleitung, Ärzten, Pflege-, Therapie- und Hygienefachkräften regelmäßig. Am flexibelsten ist man wohl in der Gautinger Lungenfachklinik: Dort gibt es eine sogenannte Weaning-Station, auf der Patienten von der Beatmung langsam wieder entwöhnt werden. „Einfach den Stecker rausziehen, funktioniert nicht“, erklärt Sprecherin Parente Matschke. Für die Anforderungen schwerer Corona-Fälle sei der Bereich in der Klinik bestens geeignet. gma

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