Großalarm in Hamburg nach Explosion an S-Bahnhof

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Es gab kein Halten mehr: Einmal am See angekommen, suchten die tapferen Alpenüberquerer die verdiente Abkühlung. Die Shirts ließen sie gleich an und sorgten so für einiges Aufsehen.

Kreisjugendring

Alpenüberquerer am Ziel

Für den letzten Tag der Alpenüberquerung des Kreisjugendrings galt das Motto, das auf den Bannern steht: „Gib alles außer auf!“ Nach sechs Tagen Anstrengung in den Knochen, mussten sich alle noch einmal zu über 90 Tageskilometern aufmachen. Auch vom letzten Tag berichtet in gewohnter Weise Tourenleiter Claus Piesch.

Landkreis – „Wie geplant, wurde am letzten Radltag frühzeitig aufgestanden. Die morgendliche Abfahrt vom Kalterer See führte zuerst durch ausgedehnte Weinberge. Nach zehn Kilometern bogen wir auf den allgemeinen Radweg ein, der neben der Etsch verläuft und viele Kilometer nur geradeaus führt, kaum Schatten bietet und bei schönem Wetter stark frequentiert ist. Ab Mittag wechselt auch die Windrichtung von Süd nach Nord. Dann haben die Radler nach Torbole mit einem heftigen Gegenwind zu kämpfen. Daher wurde gleich einmal Tempo gemacht.

Nach einer Stunde Fahrt waren die ersten 20 Kilometer geschafft. Zur ersten Pause sahen alle noch fit aus, und durch das höhere Fahrttempo wurde sehr diszipliniert gefahren. In der zweiten Stunde wurde sogar noch etwas zügiger gefahren, was ebenfalls allgemein gut angenommen wurde. Der Weg führte nach Tramin und Kurtatsch auch an Mezzocorona vorbei.

Durch das gute Vorankommen haben wir uns zu einem Wechsel der Route entschieden. Statt weiterhin den eintönigen Weg entlang der Etsch zu nehmen und durch den Vorort von Trient zu fahren, wechselten wir bei Zambana an den Westrand des Etschtals. Dort sollte ein Weg abseits der üblichen Radrouten etwas schattiger verlaufen.

Nach Zambana fanden wir uns schnell auf einem engen Wanderpfad durch den Wald. Kilometerlang sah es so aus, als wäre hier seit Monaten niemand entlang gekommen. Der Zustand des Weges entsprach in keiner Weise der Kennzeichnung der Karte. Die Fahrt darauf war allerdings für alle sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Mitten im Dickicht kam uns dann überraschend ein Geländewagen mit Anhänger entgegen. Kurze Zeit nach diesem interessanten Streckenabschnitt erreichten wir Trient, wo wir am Radweg neben der Etsch die Brotzeitstation einrichteten.

Bald nach der Pause neben der Seilbahn nach Sardagna, fuhren wir abwechselnd mal diesseits, mal jenseits der Etsch weiter nach Süden. Unterwegs war ostwärts der Route auf einem Hügel das mächtige Castello Beseno, die wohl mächtigste Trentiner Burg, zu bewundern. Seit einiger Zeit hatte der befürchtete Gegenwind eingesetzt, der uns bis Rovereto begleitete. Die Kräfte einiger unserer Gruppe schwanden langsam, weshalb das Fahrttempo sank und die Pausenabstände kürzer wurden.

In Mori, wenige Kilometer nach Rovereto, verließen wir den Etschradweg endgültig und fuhren in das Seitental Richtung Gardasee. Nach dem kleinen Ort Loppio fuhren wir am Radweg wieder im Wald. Bei angenehmeren Bedingungen stieg das Gelände wieder merklich an. Bei einer Pause auf halber Höhe des letzten Anstiegs entdeckten wir am Rand des Radwegs mehrere Feigenbäume. Die reifen Früchte daran waren eine willkommene Stärkung und so mancher probierte dabei seine erste Feige.

Gestärkt und etwas ausgeruht folgten die letzten Höhenmeter bis zum Passo San Giovanni. Dieser gilt mit nur 287 Metern als der niedrigste Pass der Alpen. Noch ein kurzes Stück durch Naag und der See lag in der Tiefe glitzernd vor uns. Am oberen Ende einer steilen Straße zum See genossen wir die Aussicht. Die Abfahrt fuhren wir alle einzeln – so viel Zeit musste sein. Zum einen für die Sicherheit und zum anderen um Einzelfotos aller Fahrer zu machen. Die Abfahrten wurden von allen genossen, und gemütlich radelten wir durch den Ort Richtung Zeltplatz „Europa“. Die große Gruppe Jugendlicher bekam bei den Urlaubern dabei besondere Aufmerksamkeit.

Nach den heutigen 96 Tageskilometern und damit insgesamt knapp 460 Tour-Kilometern musste kurz nach dem Beziehen des Zeltplatzes eines sein: Alle freuten sich auf den gemeinsamen Sprung in den See. Schon als wir uns alle in unseren leuchtend roten Trikots am Ufer aufstellten, wurden wir von sehr vielen Anwesenden beobachtet. Der entscheidende Sprung in den kühlen See wurde dann nicht nur von unseren beiden Betreuern Stefan und Thomas fotografiert, sondern auch von zahlreichen Zuschauern. Diesen Sprung haben wir uns hart erarbeitet. Neben der Tour ein Erlebnis, dass uns sicher allen immer in Erinnerung bleiben wird. Noch eine ganze Weile dauerte es, bis alle wieder im Zeltplatz versammelt waren. Dann gab es – in Ermangelung von Schupfnudeln – unsere Riesenpfanne gefüllt mit Schupf-Gnocci mit Kraut. Es erübrigt sich fast zu erwähnen, dass auch diese gewaltige Portion schnell restlos verspeist wurde.

Der zweite Tag am See bedeutete, endlich etwas länger schlafen und nicht am Morgen das Zelt abbauen und alles zusammenpacken müssen. Nach Absprache und Abmeldung konnten die Jugendlichen in Gruppen in den Ort gehen und am Strand baden. Nach einem Treffen aller zum Mittagessen, folgte ein vergleichbar erholsamer Nachmittag. Am Abend gab es, wie schon vor der Tour für den letzten Abend gewünscht, Wraps mit allerlei Füllmöglichkeiten. Passend zu unserem letzten Abend wurde in der benachbarten Ortschaft Riva um 22 Uhr ein Feuerwerk abgebrannt, das wir von unserem Strandabschnitt gut beobachten konnten.

Auch wenn viele am liebsten noch lange in der Nacht gefeiert hätten, mussten wir bald schlafen gehen. Am nächsten Tag war alles abzubauen und zu verladen und noch dazu die Räder in den Radanhänger am Bus zu laden.“

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