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Gut besetzt: die Freien Wähler bei der Aufstellungsversammlung zur Kreistagswahl 2020. 

Kandidaten nominiert

Kreistagswahl: Gilchinger dominieren Freie-Wähler-Liste, Frauen sind schwer zu finden

Elf Gilchinger, neun Starnberger, ein Drittel Frauen, vier aktuelle Bürgermeister, mehrere Bürgermeisterkandidaten: Die Freien Wähler warten mit einer gut besetzten Kreistagsliste auf, die am Mittwochabend einstimmig beschlossen wurde. Am Programm feilen die Freien Wähler noch.

Landkreis – Den hohen Anteil der Gilchinger begründet Kreisvorsitzender und Landratskandidat Matthias Vilsmayer, der selbst aus Gilching ist, mit rein praktischen Gründen: „Sie konnten nicht aus.“ Bei der Reihenfolge habe man viele Kriterien beachtet – Orte, Kreistagsergebnis 2014, Ämter und einiges mehr. Zumindest im vorderen Teil versuchten die Freien Wähler, eine Parität der Geschlechter zu schaffen – von den ersten zehn sind vier Frauen. Für die Freien Wähler, die als Partei antreten und damit Nummer 3 auf dem Stimmzettel sind, sei es nicht einfach gewesen, Frauen für eine Kandidatur zu finden. „Nächstes Mal sind wir eventuell besser“, sagte Vilsmayer.

Einige kommunalpolitische Schwergewichte finden sich auf der Liste. Nach Vilsmayer auf Platz 1 folgen Marlene Greinwald (Bürgermeisterin von Tutzing, steht 2020 nicht zur Wahl) und Starnbergs Altbürgermeister Ferdinand Pfaffinger. Auf Platz 4 steht Petra Gum, die Nachfolgerin ihres Mannes Wolfram als Bürgermeisterin von Seefeld werden will. Die Bürgermeister Bernhard Sontheim (Feldafing, 6) und Rainer Schnitzler (Pöcking, 7) sind ebenso wie Albert Luppart (Pöcking, 5) gut platziert. Wobei: Da bei der Kommunalwahl gehäufelt werden kann, spielt die Reihenfolge nicht die herausragende Rolle wie bei Landtags- oder Bundestagswahlen. Rupert Steigenberger, Bürgermeisterkandidat in Berg, steht auf Listenplatz 10.

Freie Wähler mit vielen kommunalpolitischen Schwergewichten 

Auf der Liste finden sich auch Kreishandwerksmeister Ludwig Gansneder, Andechs’ designierte Ex-Bürgermeisterin Anna Neppel und Kraillings Vizebürgermeisterin Karin Wolf, Milchbauern-Chef Michael Friedinger und auch der Vorsitzende des Kreisjugendrings, Claus Piesch. Nicht alle Kandidaten sind auch Freie-Wähler-Mitglieder.

Mit der Verteilung der Orte ist Vilsmayer nicht wirklich zufrieden. So sind es nur zwei Gautinger und zwei Herrschinger. Für Letzteres denkt der Landratskandidat schon nach, ob man nicht perspektivisch einen eigenen Ortsverband gründen sollte. Als Ziel gab er zehn Kreistagssitze plus X heraus; derzeit stellen die Freien Wähler neun Kreisräte. Die Wahl selbst verlief fast reibungslos, nur die Benennung zweier Ersatzkandidaten musste wiederholt werden, weil es einen unerklärlich überzähligen Stimmzettel gab.

„Jetzt geht die Arbeit richtig los“, verkündete Vilsmayer und rief alle Kandidaten auf, bei Wahlwerbung im eigenen Ort ihn als Landratskandidaten zu berücksichtigen. Demnächst wollen sich die Freien Wähler zusammensetzen, um das Wahlprogramm zu besprechen. 

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