In der Ausstellung (von links) Professor Günter Schlimok (Bayerische Krebsgesellschaft), Chefarzt Professor Horst-Günter Rau und Dr. Max Rist vor dem Gemälde „Pilzgesellschaft“ der verstorbenen Künstlerin Gisela Bottesch. Foto: SH

Kunst für den Kampf gegen Krebs

Dachau - „Kunst - Liebe - Hoffnung“ lautet das Dachauer Erfolgsrezept im Kampf gegen den Krebs. Zur Unterstützung der Bayerischen Krebsgesellschaft arbeiten Amperkliniken, KVD und der Lions Clubs Dachau und Starnberg eng zusammen: Am Freitag werden wieder 25 Werke Dachauer Künstler versteigert.

Für die Kunstobjekte ist bei der Benefizauktion des Projekts „Kunst - Liebe - Hoffnung“ ein Mindestgebot festgesetzt. Jeder gewonnene Euro ist ein Euro mehr für die Genesung erkrankter Mitmenschen. Die Kunstversteigerung richtet sich an Privatpersonen ebenso wie an Firmen und Behörden. Jeder kann im Sinne der Kunst- und Nächstenliebe eine der Arbeiten ersteigern. „Unser Ziel ist es, einen möglichst hohen Betrag für die Bayerische Krebsgesellschaft zu erzielen“, sagte Bernward Schröter als Vorstand der Amperkliniken. Auch Monika Siebmanns (KVD) ist jedes Mal von der Hilfsbereitschaft der Dachauer Künstler begeistert: „Johannes Karl und ich haben Ende vergangenen Jahres in einem Rundschreiben unsere Kollegen um Beteiligung gebeten, und überraschend viele sagten spontan ihre Hilfe für den guten Zweck zu. Ich persönlich wünsche mir, dass wir an die Erfolge der letzten Vernissagen anknüpfen können.“

Bekannte Namen finden sich im Katalog der Auktion. Unter ihnen Klaus Herbrich, Mette Therbild, Herbert Felix Plahl, Monika Siebmanns und Dörthe von Haniel. Auch aus dem Nachlass der beiden verstorbenen Künstler Gisela Bottesch († 2008) und Jochen Klein († 2007) befindet sich jeweils eine Arbeit unter den Versteigerungsobjekten. Mit 9000 Euro ist das Gemälde „Ziegen“ in Öl auf Leinwand von Jochen Klein das Kunstwerk mit dem höchsten Mindestgebot in der Ausstellung.

Auch drei Künstler aus dem Kreis des Klinikpersonals stellen ihre Arbeiten zur Verfügung: der Physiotherapeut Michael Braun, die Stationsassistentin Linda Schuhbauer und Ines Lehmann vom Medizinkontrolling. Ein breites Spektrum an unterschiedlichsten Techniken und Materialien bereichern die Ausstellung in ihrer Vielfalt. Lebensfroh präsentieren sich die Plastiken, in hellen Farben die Bilder. JedeArbeit für sich offenbart eine positive Vision für die Zukunft - wie es dank Forschung und Entwicklung auch eine Zukunftsperspektive für an Krebs erkrankte Menschen geben wird.

„Die Kunstauktion am Klinikum Dachau verbindet Künstler, Kunstliebhaber und Menschenfreunde, um gemeinsam kranken Menschen in der Region zu helfen“, bedankte sich Professor Günter Schlimok als Präsident der bayerischen Krebsgesellschaft. „Eine Aktion in so großem Rahmen hatten wir bisher noch nie.“ Dies sei Professor Horst-Günter Rau zu verdanken, der die Verbindung zwischen der Kunst, deren Vermarktung und der Bayerischen Krebsgesellschaft schaffe. Gemeinsam mit dem Chefanästhesisten Dr. Max Rist vom Lions Club Dachau und den Sekretärinnen Karin Seelk und Gabriele Stichlmayr organisierte er die Vernissage im Foyer der Klinik. Dem Lions-Grundsatz „We serve - wir dienen“ folgend, schlossen sich der Lions Club Dachau mit Präsident Dr. Eugen Jetzfellner und der Lions Club Starnberg mit Präsident Detlev Lange der Benefizveranstaltung auch in diesem Jahr an.

Benefizauktion: Die Ausstellung wird bis 14. März im Klinikfoyer gezeigt. Am kommenden Freitag ab 18 Uhr erfolgt die Versteigerung . (sh)

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