+
Symbolfoto

Ihnen droht die Abschiebung in ihre Heimat

Rumänische Kupferdiebe müssen ins Gefängnis

  • schließen

Landkreis – Auf Kupferrohre, -kabel und Kettensägen hatten es rumänische Hilfsarbeiter im Raum Fürstenfeldbruck und Starnberg abgesehen. Drei Männer (22, 26 und 30 Jahre) wurden nun vor dem Landgericht München II verurteilt.

Alle drei Diebe müssen ins Gefängnis. Die 1. Strafkammer schickte die beiden älteren Männer für jeweils vier Jahren in Haft, gegen den jüngsten wurden dreieinhalb Jahre Gefängnis verhängt. Das Gericht sprach das Trio wegen schweren Bandendiebstahls schuldig. Angesichts der Intensität der Diebstähle hätten die Urteile höher ausfallen können. 

Ein viertes Bandenmitglied ist noch flüchtig 

Doch das Trio legte nach anfänglichem Zögern ein Geständnis ab. Und es offenbarte den Richtern ein viertes Bandenmitglied, das bislang nicht bekannt war, also nicht gefasst werden konnte, bei den Diebstählen aber mitgemacht hatte. 

Die Taten spielten sich zwischen Juni und September 2015 ab. Begonnen hatte der Beutezug in der Eisenverwertung Bruck, wo die Männer 500 Kilo Kupfer aus Containern entwenden. Es folgte die Kupferbrüstungsabdeckung vom Schützenhaus Weßling. Danach ging es zum Wertstoffhof in Andechs, zur Wasserversorgung Gilching, zum Umspannwerk in Dießen und zum Tennispavillon Pentenried. In den Folgewochen hatten es die Rumänen auf Werkzeug abgesehen, bis einem von ihnen schließlich eine Gerätehalle in Söcking zum Verhängnis wurde. Dort wurde der 26-Jährige festgenommen. Vermutlich kam er aufgrund der Folgen einer Darm-OP mit der Beute nicht schnell genug vom Tatort weg. Die Polizei nämlich hatte die Täter durch das Anbringen eines Peilsenders am Auto der Rumänen gefasst. 

Die Täter werden möglicherweise abgeschoben

Der Wagen war Anwohnern aufgefallen, weil er stets an den Tatorten gesehen wurde. Den Rumänen droht nach der Verbüßung einer Teilstrafe die Abschiebung in ihre Heimat. Falls sie wieder nach Deutschland einreisen, würden sie sich ausländerrechtlich strafbar machen. Diesen Hinweis gab der Richter den Angeklagten mit auf den Weg.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die starke Stimme für sozial Schwache
Mit 1200 zahlenden Mitgliedern gehört der VdK Starnberg zu den größten Vereinen der Kreisstadt – und der Zuwachs ist ungebrochen. „Wir werden jedes Jahr etwa 30 bis 40 …
Die starke Stimme für sozial Schwache
Feuerwehr vor großen Herausforderungen
Ein anstrengendes, aber erfolgreiches Jahr liegt hinter den Kameraden der freiwilligen Feuerwehr in Gilching. Jetzt zogen sie Bilanz.
Feuerwehr vor großen Herausforderungen
Neubau des Gerätehauses entsteht am Starnberger Weg
Die beste Nachricht für Gilchings Feuerwehr hatte an diesem rundum gelungenen Abend Bürgermeister Manfred Walter parat. „Wir werden in diesem Jahr die Grundstücke für …
Neubau des Gerätehauses entsteht am Starnberger Weg
Seit 34 Jahren trägt diese Frau aus Steinebach Frösche über die Straße
Sie laufen und hüpfen wieder, Frösche, Kröten und Konsorten. Im Landkreis gibt es viele Bereiche, wo die Froschwanderung von Helfern begleitet wird. Menschen wie Dagmar …
Seit 34 Jahren trägt diese Frau aus Steinebach Frösche über die Straße

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare