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Starnberger müssen künftig für die Gräber ihrer Verstorbenen höhere Gebühren zahlen.

Starnberger Friedhöfe

Längere Ruhezeiten, mehr Kosten

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Bislang musste ein Grab in Starnberg zehn Jahre gehalten werden. Nun stellte sich heraus: Das ist zu wenig. Die Kirchenverwaltung passt deswegen Satzung an - und es wird für die Hinterbliebenen teuerer.

Starnberg – Ruhezeiten sichern die Würde von Verstorbenen. Das Grab soll solange unberührt bleiben, bis Leichnam und Sarg vergangen sind – erst dann darf das Grab wieder besetzt werden. Wie lange diese Ruhezeiten sind, ist unterschiedlich. Während es in München oder Nürnberg zehn Jahre bisweilen sind, müssen Hinterbliebene andernorts das Grab 40 Jahre halten. In Starnberg stellte sich nun heraus: Die bislang angesetzten zehn Jahre sind zu wenig.

Es gab Fälle, in denen die Verwesung der Leichname nicht weit genug fortgeschritten war. „Die Bodenbeschaffenheit ist schlecht“, erklärt Gerd Weger, Mitglied der Kirchenverwaltung. Bei offenen Gräbern wurden Bodenproben entnommen, die diesen Beweis erbrachten. „Damit zieht sich die Verwesung hin“, sagt Weger. Deshalb werden die Ruhezeiten an den Friedhöfen St. Josef in Starnberg und St. Peter und Paul in Rieden nun auf 20 Jahre verdoppelt.

Die Katholische Pfarreiengemeinschaft Starnberg hat in dem Zug eine neue kirchliche Friedhofsordnung beschlossen, die bereits von der Bischöflichen Finanzkammer genehmigt wurde. Diese ist stiftungs- und kirchenaufsichtlich zuständig. Hintergrund: Auch die Friedhofsgebühren werden angepasst. Hinterbliebene zahlen für Grabnutzungen nun 700, statt zuvor 640 Euro, sagt Weger. Die Kosten würden für zehn Jahre anfallen. Heißt: Künftig müssen Hinterbliebene 1400 Euro zahlen, da die Ruhezeit nun 20 Jahre beträgt. „Wir haben uns lange gegen eine Erhöhung gewehrt“, sagt Weger. „Für manche ist das nun ein Riesenbetrag geworden.“ Die Erhöhung sei aus kirchlicher Sicht aber nötig.

Die neue Friedhofsordnung bringt eine weitere Änderung mit sich. Künftig müssen Grabsteine jährlich von zertifizierten Personen auf ihre Standfestigkeit überprüft werden. Diese Aufgabe könnten auch Mitarbeiter des Bauhofs übernehmen, sagt Weger.

Die neue Friedhofsordnung liegt zu den Öffnungszeiten des Pfarrbüros, Weilheimer Straße 4, aus, wie die Katholische Pfarreiengemeinschaft Starnberg mitteilt.

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