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Ende Dezember verunglückte ein Porsche auf der A95 schwer. Der Fahrer war zu schnell unterwegs.

Verkehr

SPD fordert Tempo 120 auf der A95

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Landkreis Starnberg - Von Schweden lernen heißt siegen lernen. So lässt sich – vereinfacht – die verkehrspolitische Vision der SPD im Landkreis zusammenfassen.

„Frühstückskabinett“ in Pöcking am Sonntagmorgen zum Thema Verkehr: Eine gute Handvoll Sozialdemokraten ist gekommen, um darüber zu reden, wie man den Straßenverkehr im Landkreis Starnberg in Zukunft sicherer gestalten könnte. 

Horst Wiegand und Sven Nissen-Meyer vom Interkommunalen Arbeitskreis Verkehrssicherheit der SPD präsentieren ihre „Vision Zero“. So nennen die Schweden das Ziel ihrer Verkehrspolitik. Bis 2050 wollen sie die Zahl der Schwerverletzten und Todesopfer im Straßenverkehr auf Null senken. „Das muss auch unser Ziel sein“, meint Horst Wiegand. Er hat konkrete Vorstellungen davon, wie das erreicht werden soll. Als wichtigste Maßnahme nennt er flächendeckende Tempolimits. 

Auch und besonders auf der Autobahn A 95 zwischen München und Garmisch. „Da kommen Leute extra aus Katar angeflogen, mieten sich Sportwagen und geben auf der A 95 Vollgas“, berichtet Wiegand. Durchschnittlich drei Menschen pro Jahr würden auf der vergleichsweise wenig befahrenen Autobahn ihr Leben lassen. „Wir können nun sagen, dass ist der Preis für das fehlende Tempolimit“, sagt Wiegand.

Aber jeder Verkehrstote sei einer zuviel. Deswegen fordert der Arbeitskreis durchgehend Tempo 120 auf der A 95, Tempo 80 auf Landstraßen und Tempo 30 innerorts. Auch in Starnberg. „Das Hauptaugenmerk darf nicht darauf liegen, dass der Verkehr möglichst schnell fließt, sondern der Schutz aller Verkehrsteilnehmer – auch der Fußgänger und Radfahrer – muss oberste Priorität haben“, mein Sven Nissen-Meyer.

 Dazu müssten in Bayern allerdings die bestehenden Regeln, die Tempo 30 auf Staats- und Durchfahrtsstraßen untersagen, endlich geändert werden. Der Arbeitskreis will auch deutlich mehr Blitzer im Kreis: „Tempolimits müssen auch regelmäßig kontrolliert werden.“ Die Kreis-SPD wolle das Thema Anfang März auf die Tagesordnung heben. Erste Erfolge gibt es bereits: In Seefeld herrscht seit einigen Tagen Tempo 30, in Pöcking darf nur noch auf der Hauptstraße 40 gefahren werden.

In einem Video erklärt die Pöckinger SPD, was sie sich von der Einführung von Tempo 30 erwartet:

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