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Landratsamt rät zur Impfung

Landkreis ab sofort FSME-Risikogebiet

Der Landkreis Starnberg gilt ab sofort als FSME-Risikogebiet. Das Landratsamt empfiehlt, sich gegen die Gehirnhautentzündung impfen zu lassen.

Starnberg -  Es ist passiert: Der Landkreis ist offiziell Risikogebiet für FSME, was er die ganzen Jahre nicht war, obwohl es Fälle gab und Nachbarkreise wie Bad Tölz-Wolfratshausen quasi schon immer diesen Status hatten. 

Neben dem Landkreis Starnberg stufte das Robert-Koch-Institut (RKI) auch den Landkreis München als Risikogebiet ein. Die Klassifizierung beruht auf den Krankheitsfällen aus mehr als 15 Jahren. Für den Landkreis Starnberg sehen die Zahlen wie folgt aus: Im Jahr 2017 gab es drei Fälle, 2016 waren es zwei, im Jahr davor keiner und 2014 ein Fall. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Hirnhaut- oder Gehirnentzündung durch Viren, die durch Zecken übertragen werden. In Risikogebieten wird eine Impfung empfohlen, die aus drei Dosen besteht und drei bis fünf Jahre hält.  

Damit seien 88 der 96 Landkreise und Kreisfreien Städte Bayerns ab sofort als Risikogebiet benannt. „Die Einstufung unseres Landkreises als FSME-Risikogebiet hat sich abgezeichnet und überrascht mich nicht“, erklärt der Leiter des Starnberger Gesundheitsamtes Dr. Lorenz Schröfl. „Insofern ist auch keine Panikmache angebracht“, beruhigt Schröfl. Dennoch solle man mit dem Thema sachlich und ernst umgehen. Da es keine ursächliche Therapie gegen die FSME gebe, stellt die Impfung – neben den allgemeinen Abwehrmaßnahmen gegen Zecken (Tragen langer Kleidung, Verwendung von Insektenabwehrmitteln, Körperuntersuchung nach Aufenthalt im Freien), die einzige wirksame Schutzmaßnahme dar. Das Gesundheitsamt empfiehlt daher, sich bei seinem Hausarzt beraten und entsprechend impfen zu lassen. „Wir empfehlen die Impfung schon seit längerem. Auch bei den Einschulungen weisen wir Kinder und Eltern auf die FSME-Impfung hin“, erklärt der Leiter des Gesundheitsamtes.

Für weitere Fragen steht das Gesundheitsamt Starnberg unter (08151) 14 89 00 zur Verfügung. Informationen zur FSME und den Risikogebieten sind auf den Internetseiten des LGL zu finden.

Rubriklistenbild: © dpa / Patrick Pleul

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