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Blick auf Starnberg in der Neujahrsnacht: Ob auch heuer noch so viele Raketen und Böller abgeschossen werden wie in der Vergangenheit, steht in den Sternen. 

Lärm, Dreck und Klima: Wunsch nach freiwilligem Verzicht

Silvester-Feuerwerk: Der Appell der Gemeinden

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Die Gemeinden im Landkreis Starnberg appellieren an ihre Bürger, freiwillig auf Böller und Raketen zu Silvester zu verzichten. In Weßling und Wörthsee gibt es Alternativprogramme.

Landkreis – Prächtige Feuerwerke gehören für viele Menschen seit Jahrzehnten zu Silvester wie Fondue oder Bleigießen. Ob das heuer aber noch der Fall ist, wird sich zeigen. Denn viele Gemeinden appellieren angesichts des Klimawandels, der Luftverschmutzung und der Müllberge an ihre Bürger, auf Böller, Raketen und sonstige Pyrotechnik zu verzichten.

Zwar ist es rechtlich bisher nicht möglich, seitens der Gemeinden ein öffentliches Verbot von Feuerwerken auszusprechen. Die Aussagen der Verantwortlichen sind dennoch eindeutig. „Bitte überlegen Sie sich, ob das zu investierende Geld sinnvoller eingesetzt werden kann als Feuerwerkskörper zu kaufen“, sagt etwa Feldafings Bürgermeister Bernhard Sontheim. Sein Pöckinger Amtskollege Rainer Schnitzler hat auch gleich eine Idee parat, wie das Geld besser angelegt wäre. Er rät, „auf das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zu verzichten und das Geld an gemeinnützige Einrichtungen zu spenden“.

Silvester-Feuerwer: Offizielle Mitteilungen in Wörthsee und Andechs 

In den Gemeinden Wörthsee und Andechs gingen offizielle Mitteilungen an die Bürger heraus. Wörthsees Bürgermeisterin Christel Muggenthal ruft zum freiwilligen Verzicht auf private Feuerwerke auf und verweist unter anderem auf die Belastung für Menschen mit Atemwegserkrankungen und die Tierwelt. Peter Kirchbichler, Leiter des Ordnungsamtes in Andechs, bittet beim Abbrennen von Feuerwerken und Krachern um Rücksichtnahme insbesondere auf Kleinkinder, ältere Personen und Tiere.

Auch die Stadt Starnberg fordert ihre Bürger zu gegenseitiger Rücksichtnahme auf und weist darauf hin, dass es laut der Ersten Sprengstoffverordnung bundesweit verboten ist, pyrotechnische Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen abzubrennen.

In Gilching und Herrsching stand das Thema Silvesterfeuerwerke auf der Tagesordnung der Gemeinderäte. „Wir appellieren an die Leute, freiwillig darauf zu verzichten“, sagt Herrschings Bürgermeister Christian Schiller. „Mehr können wir als Gemeinde nicht sagen.“

Zurückhaltend mit Appellen ist im Gegensatz dazu Innings Bürgermeister Walter Bleimaier. „Empfehlungen möchte ich nicht aussprechen, weil die Bürger mündig genug sind und selber entscheiden, wie sie Silvester feiern wollen“, erklärt er. Rücksichtnahme auf Natur und Tierwelt sei für ihn allerdings ebenso selbstverständlich wie das Wegräumen des Mülls durch diejenigen, die ihn verursacht haben.

Silvester: Gilching überlegt zentrale Feier 2020/21 

Für diejenigen, die die Empfehlungen der Gemeinden beherzigen und aufs Feuerwerk verzichten wollen, gibt es auch Alternativen. Die Gemeinde Wörthsee etwa hat ein vielversprechendes Alternativprogramm parat. Am Rathausplatz in Steinebach können Besucher in der Silvesternacht von 23.30 Uhr an gemeinsam ins neue Jahr rutschen. Ohne Böller, dafür aber mit Sekt und Gläsern. Zum Alternativprogramm gehören neben Musik und gemütlichen Feuerstellen zum Aufwärmen auch Glühwein, Kinderpunsch und Mitternachtssuppe. Für die Verköstigung sorgt die Gemeinde Wörthsee gegen Spenden zugunsten der Sternstunden. Der Höhepunkt des Abends: Um 0 Uhr tanzen alle, die mitmachen möchten, mit einem Walzer ins neue Jahr.

In Weßling organisiert die örtliche Kulturgruppe das Programm „Kerzen statt Feuerwerksraketen“. Los geht’s schon um 17.30 Uhr am Kiosk am See, wenn schwimmende Lichterhäuser auf Flößen vom Stapel laufen. Um 18 Uhr gibt’s Musik von Florian Volkmann, um 19 Uhr tritt die Weßlinger Blasmusik auf. Später wird eine Lichterkette mit Lampions gebildet, die bis zur Gemeindegalerie führen soll.

Auch in Gilching gibt es Pläne, seitens der Gemeinde eine Alternative zum privaten Feuerwerk anzubieten. Zwar sind diese nicht mehr für heuer realisierbar, jedoch will die Gemeinde für die Silvesternacht 2020/21 prüfen, ob es möglich ist, eine zentrale Licht- und Lasershow zu organisieren.

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Starnberg: Polizei sucht nach Brand in Brunnangerhalle den Brandstifter.

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Wer nicht mit allen seinen Freunden und Verwandten zusammen das neue Jahr feiern kann, möchte ihnen doch gerne eine Nachricht schicken. Hier gibt es die besten Neujahrswünsche.

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