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Kinogenuss auf der MS Starnberg: Die Dampferfahrt gehört seit Jahren zu den Höhepunkten des Filmfestivals. 

Filmfestival

Filmfestival: Abschluss auf dem Dampfer

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Festivalleiter Matthias Helwig komprimiert sein Festival im nächsten Jahr von zehn auf acht Tage. 

Starnberg – Das Beste kommt zum Schluss. So lässt sich die vorläufige Planung von Kino-Impresario Matthias Helwig für das Fünf-Seen-Filmfestival (fsff) 2019 interpretieren. Denn die Abschlussveranstaltung wird im kommenden Jahr erstmals auf der MS Starnberg stattfinden – und nicht mehr in der Schlossberghalle. Und noch etwas wird sich ändern: Das Festival schrumpft von zehn auf acht Tage (4. bis 11. September).

„Das ist nicht so dramatisch“, sagte Helwig gestern dem Starnberger Merkur. Die Erfahrungen von diesem Jahr hätten gezeigt, dass die Besucherzahlen mit Ende der Sommerferien zurückgegangen seien. Deswegen spare er sich im kommenden Jahr das zweite Festival-Wochenende. „Das ist eine ganz normale Feinjustierung“, sagte Helwig. Überhaupt könnten sich nur die großen Festivals in Berlin, Cannes oder Venedig zwei Wochenenden leisten.

Zudem will Helwig lieber vorsichtig kalkulieren. Zwar habe er in diesem Jahr mit dem fsff finanziell „eine schwarze Null“ geschrieben, dafür war aber auch der herausragende Kino-Open-Air-Sommer verantwortlich. Ob es dieses stabile Wetter 2019 wieder gibt, ist naturgemäß völlig offen. Zudem bleibt der Zuschuss der Gemeinde Gauting im nächsten Jahr aus. Das Programm des Festivals soll unter der kürzeren Dauer nicht leiden. „Wir können es einen Tick zusammenschieben“, erklärte Helwig. So bleibe die Anzahl der Filme in den Wettbewerben gleich, lediglich die der Publikumsfilme werde von 25 auf 15 sinken. „Die Verschlankung wird dem Festival gut tun.“

Gleich bleibt zu weiten Teilen auch die Dampferfahrt. „Wir werden alles bewahren und sogar noch aufwerten“, versprach Helwig. „Es wird die Preisverleihung und die Kurzfilme geben, auch wieder Stummfilme mit Livemusik.“ Auch an der Verteilung der Karten – eine Hälfte für geladene Gäste, die andere im freien Verkauf – ändere sich nichts durch die Entscheidung, die Abschlussveranstaltung auf die MS Starnberg zu verlegen,

Damit reagierte Helwig auch auf immer wiederkehrende Gerüchte, die Schlossberghalle werde nächstes Jahr wegen Sanierungsarbeiten nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Bürgermeisterin Eva John konnte den Festivalleiter und alle anderen Veranstalter gestern beruhigen. „Herr Helwig kann mit der Schlossberghalle planen“, sagte sie dem Starnberger Merkur. Zwar seien – außerhalb der Festivalzeiten – für 2019 Sanierungen in der Schlossberghalle geplant gewesen, darunter die Beleuchtung des großen Saals. Diese würden aber in das Jahr 2020 verschoben, sagte John. „Vermutlich Mitte 2019“ werde sich der Stadtrat mit dem Thema befassen.

Helwig wird es gerne hören. „Ich plane fest mit der Schlossberghalle und habe keinen Plan B“, sagte er. Das Undosa sei genauso wenig als Kinosaal geeignet wie der Florianstadl in Andechs, ein Zelt schlichtweg viel zu teuer. Der fsff-Eröffnung am 4. September 2019 an gewohnter Stelle sollte also nichts im Wege stehen. Das Kino-Open-Air soll übrigens – vorbehaltlich der Genehmigungen – vom 25. Juli bis 15. August 2019 in Starnberg und am Wörthsee stattfinden. 

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