Verkehrsstatistik

Weniger Unfälle, mehr Verletzte

Die Unfallzahl im Landkreis Starnberg ist gesunken, die Zahl der Verletzten jedoch gestiegen. 

Landkreis– Die Unfallzahl im Landkreis Starnberg ist im vorigen Jahr um 4,45 Prozent zurückgegangen. Das geht aus der Statistik der Polizei hervor, die gestern veröffentlicht wurde. Die Zahl der Verletzten jedoch ist gestiegen um 4,7 Prozent. Auf den Straßen im Landkreis starben drei Menschen bei Unfällen, einer weniger als im Jahr 2016. Die Statistik sei immer nur eine Momentaufnahme, erklärt Verkehrssachbearbeiter Johannes Bauer, Schwankungen seien normal. Erfreulich sei jedoch, dass die Unfallzahl nach mehreren Jahren mit Steigerungen wieder gesunken sei.

Die Zahlen sehen im Detail so aus:

Unfallzahl: Im Landkreis ereigneten sich im vorigen Jahr 4290 Unfälle, 2498 davon waren so genannte Kleinunfälle wie Parkrempler. Die Gesamtzahl ging um 204 zurück. Bei 548 Unfällen (- 2,66 Prozent) wurden Beteiligte verletzt. 733 und damit 33 Menschen mehr als 2016 erlitten dabei Verletzungen. Drei Menschen starben: Ein 42-Jähriger auf der B 2 bei Obertraubing, dem ein 21-Jähriger in den Wagen gekracht war, und eine 36-Jährige bei Allmannshausen, die mit ihrem Wagen gegen einen Baum geprallt war. Drittes Todesopfer war eine 81-jährige Fußgängerin, die an der Münchner Straße in Starnberg von einem Kleinlaster überrolt worden war. Der Fahrer fuhr davon, konnte aber gefasst werden.

Unfallursachen: 22,4 Prozent der Unfälle (ausgenommen Kleinunfälle) waren durch Fehler beim Wenden, Abbiegen und dergleichen verursacht worden. Bei 13,3 Prozent waren es Fehler beim Überholen oder Vorbeifahren, in 8,6 Prozent der Fälle ging es um Vorfahrtsverletzungen. Unangepasste Geschwindigkeit als Unfallursache war Bauer zufolge rückläufig: 132 waren es, 21,4 Prozent weniger als 2016. Alkohol ist ebenfalls als Unfallursache auf dem Rückzug: 23,4 Prozent weniger Vorfälle hatten diese Ursache. Dafür starb ein Mensch 2016 durch einen angetrunkenen Fahrer. In 614 Fällen war Wild Unfallursache, was einen leichten Anstieg um rund 8,1 Prozent bedeutet.

Drogen/Alkohol: Einen leichten Rückgang gab es bei den folgenlosen Trunkenheitsfahrten, also wenn Polizisten betrunkene Autofahrer stoppten. 2016 waren es 138, im vorigen Jahr 119. Die Zahl der Anzeigen nahm leicht von 67 auf 68 zu, die der Ordnungswidrigkeiten etwas ab. In 65 Fällen konnten Polizisten verhindern, dass sich ein Fahrer betrunken ans Steuer setzte. Anders bei Drogen: 23 Fälle waren es 2017, zehn mehr als 2016. Bauer schließt nicht aus, dass wirklich weniger angetrunken fahren – die Zahlen sind aber immer abhängig von den personellen Möglichkeiten der Polizei zu kontrollieren. Den Rückgang bei Alkohol führt er auch auf die Kontrollen zurück, die die Polizei heuer konsequent fortsetzen werde.

Rubriklistenbild: © dpa

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