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Der tägliche Verkehr auf der B2 in Starnberg: Der Tunnel soll einen Großteil der Fahrzeuge unter die Erde bringen.

Beim CSU-Stammtisch11

Landrat Karl Roth zum Tunnel-Begehren: „Das ist schäbig“

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Deutliche Worte beim CSU-Stammtisch in Starnberg. Roth hofft auf die Einsicht der Bürger und will sich weiter für das Projekt stark machen.

Starnberg – Landrat Karl Roth ist beim politischen Stammtisch der Starnberger CSU mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen den Tunnel hart ins Gericht gegangen. „Ich finde das Vorhaben ganz schäbig“, sagte Roth am Dienstagabend im Gasthof In der Au. Gleichzeitig äußerte er sich aber zuversichtlich, dass es dafür keine Mehrheit in Starnberg gibt. Roth: „Die Bürger spüren, dass es überzogen ist. Ich hoffe, dass dieses Vorhaben ins Leere läuft.“

Wie berichtet, wollen die Bürgerinitiative Pro Umfahrung – Contra Amtstunnel (BI) und der Verein „Starnberg bleibt oben“ den Mehrheitsbeschluss des Stadtrats via Bürgerbegehren und Bürgerentscheid kippen. Der mit 19:12 Stimmen gefasste Doppelbeschluss sieht vor, den B2-Tunnel zu bauen und gleichzeitig die ortsferne Umfahrung zu planen. Dieser Entscheidung sei ein monatelanger Kraftakt vorausgegangen, sagte Roth am Dienstag. „Es wäre ewig schade, wenn das jetzt wieder ins Wanken kommt.“ Zumal die Tunnelgegner in den vergangenen drei Jahren die Umfahrung nicht vorangebracht hätten.

Der Landrat versprach, sich auf den verschiedenen Ebenen weiter für das Projekt stark zu machen. In dem Zusammenhang dankte er Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt für dessen klare Aussagen. Gegenüber dem Starnberger Merkur hatte der Minister erklärt: „Der B2-Tunnel kommt – die Freigabe ist erteilt, die Mittel stehen bereit, die Baufreigabe ist abschließend beschlossen.“

Auch Starnbergs CSU-Chef Stefan Frey attackierte die Initiatoren des Bürgerbegehrens scharf. Der Stadt drohe „wieder Ungemach durch Ewiggestrige und Neinsager“, sagte er. Mit ihrer Aussage „Lieber nix als diesen Tunnel“ habe die BI die Katze aus dem Sack gelassen, sagte Frey. „Das Bürgerbegehren ist ein reines Verhinderungsbegehren. Das Chaos in der Stadt soll einfach so bestehen bleiben.“ Das werde die CSU auch der Bevölkerung gegenüber deutlich machen.

Generell zweifelte Frey auch die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens an. „Wir werden mit aller Kraft dagegen kämpfen.“

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