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Gewerbereferenten mit neuen Plänen: Lange Einkaufsnacht und Wiesn-Markt

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Von: Laura Forster

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Die Ape auf dem Samstagsmarkt: Linda Kadner und Daniel Lichtenstein sind mit ihrer mobilen Bar „Luigi“ einer der neuen Anziehungspunkte auf dem Kirchplatz. 
Die Ape auf dem Samstagsmarkt: Linda Kadner und Daniel Lichtenstein gehörten im vergangenem Jahr mit ihrer mobilen Bar „Luigi“ zu einem der neuen Anziehungspunkte auf dem Kirchplatz.  © Andrea Jaksch

Ein Jahr nach dem ersten Stammtisch haben die Gewerbereferenten des Starnberger Stadtrats ein Fazit über die Erfolge des vergangenen Jahres gezogen – und ihre Ziele für dieses Jahr vorgestellt.

Starnberg – Wer ein Fernsehkabel oder eine Glühbirne braucht, sucht in der Starnberger Innenstadt vergeblich. Dafür gibt es an vielen Ecken Arztpraxen, Immobilienmakler und Architekturbüros. „Ich sehe das mit großer Sorge“, sagte Gewerbereferentin Anke Henniger (FDP) am Mittwoch bei einem Pressegespräch im Tutzinger Hof. „Es ist ein Graus, dass die Innenstadt immer leerer wird.“ Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, hat sie mit ihren Kollegen Rudolf Zirngibl (CSU) und Stefan Kandler (BMS) im vergangenen Jahr einiges geleistet, und auch heuer sind einige Ideen in Planung.

„Vor einem Jahr haben wir den Stammtisch für den Starnberger Einzelhandel gegründet“, sagte Henninger. „Damals fand er einmal die Woche statt, mittlerweile kommen wir einmal pro Monat zusammen.“ Neben rund 25 Gewerbetreibenden, der Wirtschaftsfördergesellschaft gwt und den drei Gewerbereferenten ist auch die City-Initiative Teil der regelmäßigen Treffen. „Die City-Initiative hat sich völlig neu sortiert und Dinge wie die Nikolaus-Aktion umgesetzt, bei der Lebkuchen verteilt wurde.“ Das nächste Projekt sind die Stadtritter. Experten kommen für einen Tag nach Starnberg und geben Vorschläge, wie sich das Gewerbe verbessern könnte.

Mit der Plakataktion „Sei loyal, kauf lokal“, die im März 2021 startete, sollten Einheimische gezielt darauf hingewiesen werden, ihre Einkäufe vor Ort zu erledigen. „Wir konnten Gesichter wie Landrat Stefan Frey, Skifahrerin Kira Weidle und Bürgermeister Patrick Janik ins Boot holen“, sagte Henniger.

Besonders stolz sind die Gewerbereferenten auf die Wiederbelebung des Samstagsmarktes. „Die Foodtrucks laden zum Verweilen ein“, sagte Zirngibl. Den Höhepunkt bildete der Schmankerlmarkt im September. „Der kam so gut an, dass wir in diesem Jahr wieder einige davon geplant haben. Zur Oktoberfestzeit soll es einen Wiesn-Markt auf dem Kirchplatz geben“, sagte Kandler.

Ein weiteres Projekt der Referenten ist die lange Shoppingnacht Ende Mai. „Die Geschäfte dürfen bis 24 Uhr öffnen, Stände in der Stadt sollen die Leute mit Getränken und Essen versorgen“, so Henninger. Generell wünschen sich die drei längere und einheitliche Öffnungszeiten. „Wenn man am Samstagmittag in die Maximilianstraße geht, hat der eine Laden noch auf und der andere schon geschlossen“, sagte Kandler. Die Wunsch-Öffnungszeiten der Referenten: wochentags bis 19 Uhr, samstags bis 16 Uhr.

Das Problem des Leerstands wollen die Referenten mit einem Immobilienmanagement verbessern. Eigentümer und Interessierte sollen sich an die Stadt wenden, wenn sie ein Geschäft vermieten oder mieten wollen. „So können hohe Mieten, die bei Internetplattformen verlangt werden, vermieden werden“, sagte Zirngibl. Ein Arbeitskreis soll sich intensiv mit dem Thema auseinander setzen. „Das Projekt ist noch in den Kinderschuhen“, sagte Heninger. Sie blickte jedoch positiv in die Zukunft. lf

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