Sicherheit geht vor: An der Starnberger Westumfahrung wurde ein Netz an Gerüsten aufgebaut, bevor an der Starkstromleitung gearbeitet wird. Unter anderem wird ein weiteres Kabel eingezogen.
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Sicherheit geht vor: An der Starnberger Westumfahrung wurde ein Netz an Gerüsten aufgebaut, bevor an der Starkstromleitung gearbeitet wird. Unter anderem wird ein weiteres Kabel eingezogen.

Netz für mehr Netz

Auffällige Gerüste an Straßen im Kreis Starnberg: Was es damit auf sich hat

An einigen Straßen im Landkreis Starnberg stehen seit Kurzem auffällige Gerüste mit Netzen – Schutzeinrichtungen für Arbeiten an den Stromleitungen. Das Bayernwerk lässt derzeit eine 110-kV-Leitung, die den Landkreis von Süden nach Norden durchquert, ausbauen.

Starnberg/Tutzing – „Die Gerüste dienen der Kreuzungssicherung, wenn die genannte Hochspannungsleitung zwischen Murnau und Karlsfeld beispielsweise über eine Straße führt. Letztlich soll mit den Gerüsten – und zum Teil den zusätzlichen Netzen – verhindert werden, dass Seile während der Seilzugarbeiten ungehindert auf die Fahrbahn geraten und Verkehrsteilnehmer gefährdet werden“, erklärt Bayernwerk-Sprecher Christian Martens. Die Gerüste bleiben in der Regel vier Wochen stehen, dann werden sie an die nächste Straße verlagert. Die Gerüste stehen an der Westumfahrung bei Hadorf, an der B 2 südlich Traubing und bei Traubing über die Straße nach Machtlfing. Im Bereich der Gerüste gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die Maßnahmen seien von der Bayernwerk Netz GmbH vorgegeben und würden vorab mit der Straßenmeisterei abgestimmt. Der Straßenverkehr könne während der Ertüchtigung der 110-kV-Leitung uneingeschränkt fließen.

Die Bayernwerk Netz GmbH lässt auf die Masten ein zweites Kabel aufziehen, um die Leistung der Leitung zu erhöhen – auch, weil immer mehr Strom gebraucht und durch Solar- und Windkraftanlagen produziert wird. Einige Masten werden auch verstärkt bzw. erhöht. Die Leitung dient der Versorgung von rund 600 000 Menschen in Oberbayern und führt im Kreis durch sieben Gemeinden: Tutzing, Andechs, Pöcking, Starnberg, Gauting, Krailling und Gilching. Im Kreis wird sie von rund 90 Masten getragen, von denen einige erneuert werden müssen. Die bisherigen Masten waren fast 60 Jahre alt.

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