Soul-Legende Aretha Franklin ist tot

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Ihr großes Vorbild heißt Mikaela Shiffrin: Leonie Flötgen vom SC Starnberg kam übers Trampolinturnen und Handball zum Skifahren. Die 18-Jährige geht wie ihre Vereinskolleginnen aufs CJD-Internat in Berchtesgaden . 

Ski alpin

Auf dem Weg zur Profi-Karriere

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Die Ski-Nachwuchstalente des SC Starnberg gehen in die Zielgerade der laufenden Saison. Bei den Mädchen gibt es gute Entwicklungen.

Starnberg – Hinter der Starnberger Vorzeige-Athletin und Olympia-Teilnehmerin Kira Weidle hat sich in den vergangenen Wochen im Nachwuchsbereich vor allem ein Quartett hervorgetan: Die Breitbrunnerin Leonie Flötgen gewann zu Beginn des Jahres in Maria Alm in Österreich ihr erstes Rennen des Internationalen Ski-Verbands (FIS). Nora Brand siegte ebenfalls in Maria Alm, stand zehn Tage darauf beim FIS-Slalom in Lohberg als Zweite auf dem Podium und war in ihrem Jahrgang bei der Deutschen Meisterschaft in Bischofswiesen im Super-G die beste Deutsche Starterin. Lisa Marie Loipetssperger wurde zuletzt zweitbeste Deutsche bei ihrem ersten Europacup-Nachtslalom am Sonnenbichl in Bad Wiessee (wir berichteten). Die einen Jahrgang jüngere Lucy Margreiter stand Anfang Februar bei einem internationalen Junioren-Rennen in Frankreich als Dritte erstmals auf dem Stockerl.

Während sich die 17-jährige Loipetssperger ebenso wie die gleichaltrige Margreiter im D/C-Kader des Deutschen Skiverbands (DSV) befinden, sind Flötgen und Brand in dieser Saison bereits in den C-Kader aufgestiegen. In der Lehrgangsgruppe II a arbeitet sich das Duo immer weiter nach vorne. Flötgen wird eine gute Chance auf eine Karriere vorausgesagt. Ihre guten körperlichen Fertigkeiten, die sie sich in ihrer frühen Jugend im Rahmen des Trampolinturnens beim TSV Hechendorf und beim Handball angeeignet hat, bilden gute Voraussetzungen. Ihr Trainer Robert Krumbacher hat schon einige heftige Stürze Flötgens mit ansehen müssen, bei denen sie dank ihres Bewegungsgeschicks oft glimpflich davonkam. „Durch das Trampolinturnen hat sie eine gute Körperbeherrschung. Da kann es schnell gehen“, sagt Krumbacher. Ihre wilde und sehr risikoreiche Einstellung sei in ihrem Sport vorteilhaft, bringe aber manchmal auch Nachteile mit sich. Gelegentlich schießt sie über das Limit hinaus und scheidet dann bei Rennen aus. Alleine in den letzten 13 Rennen hat sie siebenmal das Ziel nicht erreicht.

Die gebürtige Starnbergerin, die über den TSV Gilching-Argelsried und den Wintersportverein München (WSV) den Weg zum SC Starnberg gefunden hat, möchte sich auf jeden Fall im Profi-Bereich versuchen – und dabei ihrem Vorbild Mikaela Shiffrin nacheifern, die sie schon einmal im Rahmen eines Trainings in Sölden getroffen hat. Nach dem Abitur im Jahr 2019 plant sie, sich der Bundeswehr, Polizei oder einer anderen Behörde anzuschließen, die es ihr dank der dortigen Sportfördergruppen ermöglichen kann, sich neben der Arbeit voll auf die Skisport-Karriere zu fokussieren. Bis dahin gilt es für die in der skifreien Zeit gerne am Ammersee in Herrsching weilende Flötgen, dran zu bleiben. „Ich möchte im Slalom noch besser werden und so viele Rennen fahren wie möglich“, sagt Flötgen, die bei ihren Reisen zu Rennen gelegentlich von ihren Eltern und von ihrem Hund Minou begleitet wird.

Bei Flötgens Vereinskollegin Brand zeigt der Weg ebenfalls nach oben. Die Neunte vom FIS-Slalomrennen am vergangenen Samstag in Ruhpolding hat ebenfalls wie Flötgen gute sportliche Voraussetzungen für eine Profi-Karriere. Mit sieben Jahren hat die Münchnerin angefangen, Leichtathletik beim TSV München-Ost zu betreiben. Im Alter von 15 Jahren spezialisierte sich die 2014 vom WSV zum SC Starnberg gewechselte Brand dann auf das Skifahren. Im Ski alpin läuft es für die sehr zielgerichtet trainierende Sportlerin gut. Im Rahmen des intensiven Riesenslalom-Trainings soll sie weitere Schritte nach vorne machen. „Bei ihr ist alles möglich“, sagt Krumbacher.

Brand ist beim Skifahren voll in ihrem Element. „Ich mag die Geschwindigkeit“, sagt die gebürtige Münchnerin. Die ebenfalls im CJD-Internat wohnende Schülerin möchte sich nach ihrem 2019 geplanten Abitur ebenfalls als Ski-Profi versuchen und auf den Spuren ihres Idols Lindsey Vonn wandeln. „Ich kann mir das auf jeden Fall vorstellen. In der FIS-Punkteliste möchte ich jetzt erst einmal weiter Plätze aufholen.“

Zeit, um FIS-Punkte zu sammeln, haben Brand und die anderen Starnberger Mädchen noch bis Ende März. Drei FIS-Rennen in Feldberg im Schwarzwald (3./4. März), in Ofterschwang (9./10. März) und in Oberjoch (17./18. März) stehen noch an. Zudem finden auf nationaler und regionaler Ebene noch die Deutschen Meisterschaften in Garmisch und am Sudelfeld (18. bis 25. März) sowie Rennen des DSV und des Skiverbands München (SVM) statt, in welchem einige der Starnberger Nachwuchstalente groß geworden sind.

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