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Spenden für Leukämie-Patienten sammelt ein Feldafinger Ehepaar.

Spendenaktion bei Metzgerei Scholler

Leukämie-Patienten:  Lebensretter gesucht

  • Tobias Gmach
    VonTobias Gmach
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Ein Ehepaar aus Feldafing startet eine Spenden-Aktion für Leukämie-Patienten. Auch weil in seinem Umfeld ein Mensch an Blutkrebs starb.

Starnberg – Der Arbeitskollege, der im vergangenen Jahr an Blutkrebs starb. Der Sohn eines anderen Kollegen, der mit 15 schon zum zweiten Mal erkrankt ist. „Das Thema Leukämie ist für mich immer präsent“, sagt Mario Hoppe. Deshalb startet er mit seiner Frau Miriam, der Hauptorganisatorin, wie er sagt, die Spenden-Aktion „Leben schenken – Starnberg hilft“.

Das Ehepaar aus Feldafing sucht Lebensretter – und zwar am Samstag, 12. Januar vor dem Gasthaus zur Sonne der Metzgerei Scholler in Starnberg. Von 10 bis 14 Uhr gibt es Kaffee, Kuchen, Glühwein, Würstl und eine Tombola. Zur Unterhaltung der jungen Besucher tritt um 11 Uhr der Zauberer George Cooper auf.

Als Gesicht für die Spendenaktion haben sich die Hoppes eben jenen Sohn des Arbeitskollegen ausgesucht. Mario Hoppe ist für ein internationales Verbrauchernetzwerk tätig und kennt daher Ben Heigl aus Greiz in Thüringen. Auf dem Plakat zur Aktion lächelt der 15-Jährige, sieht lässig aus mit Sonnenbrille und der umgehängten Kamera. Doch Ben braucht wie viele andere dringend eine passende Stammzellenspende.

Genetische Zwillinge zu finden wird einfacher, wenn sich mehr Menschen als Spender zur Verfügung stellen. „Für die Registrierung und die Laborkosten für die Typisierung fallen 35 Euro an“, sagt Mario Hoppe. „Deshalb brauchen wir auch Geldspenden.“ Die Aktion soll dazu beitragen, dass noch mehr Proben analysiert werden können. Die Daten der Spender werden zentral in Knochenmark- und Stammzellenregistern gesammelt.

Die Sparkasse hatte im November des vergangenen Jahres eine Typisierungsaktion gestartet. Maik Hammi, der im Telefonservice der Bank in Starnberg arbeitet, ist schon seit mehreren Jahrzehnten registriert. 2013 rettete seine Spende einer Frau in Frankreich das Leben. In seinem Fall dauerte der Eingriff zweieinhalb Stunden. „Das ist nichts anderes als eine etwas aufwendigere Blutentnahme“, sagt Hammi. „Im März 2014 bekam ich einen Anruf, dass es meiner Empfängerin wieder schlechter ging.“ Er habe dann ein zweites Mal gespendet. „Und ich würde das natürlich jederzeit wieder tun.“

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