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Max Wagner in seinem Atelier in Starnberg.

Loriot-Denkmal in Münsing

Zuschlag für Starnberger Künstler

Münsing – Der Bildhauer Max Wagner aus Starnberg wird die beiden Loriot-Figuren Müller Lüdenscheidt und Dr. Klöbner anfertigen. Der Münsinger Gemeinderat stimmte am Dienstag ohne Diskussion dafür, Wagner den Auftrag zu erteilen. 

Wagner war mit einem Angebot von 14 500 Euro der günstigste Bieter vor einem Künstler aus Grünwald (16 900 Euro) und einem aus München (18 000 Euro). Von Max Wagner stammen unter anderem die Oskar-Maria-Graf-Statue in Aufkirchen und der Sigi Sommer in der Münchner Fußgängerzone. Man habe mit Wagner sicher den renommiertesten der drei, von der Gemeinde im Vorfeld ausgewählten Bildhauer bekommen, freute sich Bürgermeister Michael Grasl. Der Starnberger erhält nun den Auftrag, Loriots „Herren im Bad“ möglichst originalgetreu aus Bronze herzustellen.

Die Badewanne aus Granit ist schon in Arbeit

Bereits in Arbeit ist die Badewanne aus Granit, in der die beiden streitenden Männer sitzen werden. Sie wird von einem Steinmetz aus dem Bayerischen Wald gefertigt. Beide Elemente werden zusammengefügt und auf dem Dorfplatz aufgestellt. Das Denkmal könnte laut Grasl im September, kurz nach dem fünften Todestag von Münsings Ehrenbürger Vicco von Bülow alias Loriot (1923 - 2011), eingeweiht werden.

Mit der Gestaltung folgt man dem Wunsch der Angehörigen

Ursula Scriba (Bürgerliste) wollte wissen, ob ein Wasserspiel geplant sei. Wie berichtet hatte der Gemeinderat die Idee, aus den Mündern der Herren abwechselnd einen Wasserstrahl sprudeln zu lassen, um ihren berühmten Dialog („Die Ente bleibt draußen“) zu symbolisieren. Der Bürgermeister antwortete, dies müsse noch technisch geprüft werden. Laut Drittem Bürgermeister Ernst Grünwald, der das Denkmalprojekt in engem Kontakt mit der Witwe und den Töchtern von Bülows betreut, könnte auch Wasser in die Wanne fließen. Die Hinterbliebenen haben sich ein Denkmal nahe an dem von Loriot gezeichneten Sketch gewünscht, nichts Abstraktes. Grasl. „Der Künstler hat also sehr klare Vorgaben. Es handelt sich sozusagen um eine Auftragsarbeit.“ Tanja Lühr

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