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Zwei Yachtclubs als neue Lizenzberechtigte: Freudige Gesichter bei der Unterzeichnung. 

Region sucht „Win-Win-Situationen“

Marke StarnbergAmmersee: Knapp 50 Organisationen nutzen das Logo

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Die Region StarnbergAmmersee hat offiziell zwei traditionsreiche Yachtclubs gewonnen. Knapp 50 Lizenzberechtigte werben mittlerweile per Logo für den Lebens- und Wirtschaftsraum. Markenmanagerin Kathrin Kollmann ist zufrieden – auch wenn noch Luft nach oben ist.

Landkreis – Ein kleingeschriebenes „starnberg ammersee“, daneben sieben Linien in grün und blau: Noch immer gibt es viele Menschen, denen das Logo dieser jungen Marke noch nie begegnet ist. Das weiß auch die Markenmanagerin Kathrin Kollmann von der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung im Landkreis (gwt). „Das Ganze ist ein Prozess“, sagt sie. „Aber dafür, dass wir uns mit jedem Verein und Unternehmen intensiv auseinandersetzen, läuft es ganz gut.“ Der Prozess läuft bereits seit 2013. Das Konzept: Das ehemalige „Fünfseenland“ will sich nicht mehr nur als Tourismusregion, sondern auch als Lebens- und Wirtschaftsraum verkaufen – und dafür möglichst viele Markenbotschafter gewinnen.

Fast 50 Lizenzberechtigte dürfen mittlerweile mit dem vor einem guten Jahr eingeführten Logo werben – darunter der Landkreis, seine 14 Kommunen, der Unternehmerverband Wirtschaftsförderung und der Bund der Selbstständigen. Dazu kommen die Seenanlieger-Gemeinden Münsing, Seeshaupt, Bernried und Dießen. Weitere Kommunen zu gewinnen, zum Beispiel vom Ammersee-Westufer, sei mittelfristig denkbar, habe aber momentan keine Priorität, sagt Kollmann. Stattdessen will die gwt auf weitere Unternehmen zugehen, damit die auf ihren Internetseiten, Plakaten oder Auslandsreisen auf die reizende Region hinweisen.

Es geht um Kernwerte wie „märchenhaft“, „privilegierte Lage“, „erstklassig“

Knapp 30 Organisationen – davon mehr als zehn Firmen – wurden auf Eigeninitiative aufgenommen. „Aber wir haben auch schon zwei abgelehnt“, sagt der Feldafinger Bürgermeister Bernhard Sontheim. Er ist der Vorsitzende des Strategiebeirats, der die gwt berät und für die Vergabe der Lizenzen zuständig ist. Geprüft werden die Bewerber auf die Kernwerte „märchenhaft“, „privilegierte Lage“, „erstklassig“, „geistreich“, „traditionsreich“, „naturgesund“ und „erfinderisch“. „Alle sieben Kriterien kann fast niemand erfüllen“, sagt Sontheim. Drei oder vier müssten aber schon zutreffen. Der komplette Verstoß gegen einen Wert führe zur Ablehnung: „Wenn jemand seine Bio-Produkte mit dem Pickup ausliefert, der 30 Liter Diesel schluckt, passt das natürlich nicht. Durch die Lizenz signalisieren die Unternehmen Qualität“, so Sontheim. Im Gegenzug sollen sie die Marke im Alltag sichtbar machen. „Bei manchen klappt das, andere sind noch nicht so fix im Umgang damit“, sagt gwt-Managerin Kollmann. Deshalb werde es Gesprächsrunden mit den Lizenznehmern geben.

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Gestern haben zwei weitere unterschrieben: der Bayerische (BYC) und der Münchner Yachtclub (MYC). Der BYC-Vorsitzende Dr. Michael Steiner spricht von einer „Win-Win-Situation: Für beide Seiten bringt die Zusammenarbeit nur Vorteile. StarnbergAmmersee macht den Segelsport bundesweit sichtbarer und hilft uns, neue Zielgruppen anzusprechen. Und wir machen auf nationalen und internationalen Regatten die Region als exzellente Urlaubsdestination bekannt.“ Darüber hinaus stelle man das Casino auf dem Vereinsgelände dem Landkreis, der gwt und der Region StarnbergAmmersee als Tagungsort zur Verfügung.

Niko Stoll, Vorsitzender des Münchner Yachtclubs, sagte bei der Unterzeichnung: „Wie das funktioniert, wenn in einer Region alle zusammenrücken, sollen die Starnberger Segeltage Ende April demonstrieren.“ Die neue Kooperation zeige erste Früchte. Die Region habe das Organisationsteam tatkräftig mit Tipps, Kontakten und Veröffentlichungen in Broschüren und Werbematerialien unterstützt. Stoll resümierte: „Segeln wird mit Ihrer Hilfe zum Breitensport.“

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