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Dach kaputt: Mausoleum in Söcking droht weiter zu verfallen

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Ungewöhnlicher Blickwinkel: So bekommt man das Dach des Söckinger Mausoleums nur zu sehen, wenn man mit einer Drohne hochfliegt. © privat

Der Zustand des Prinz-Carl-Mausoleums in Söcking droht, sich massiv zu verschlechtern. Das Dach ist unter anderem kaputt. Die Stadt wartet auf einen Förderbescheid für eine Untersuchung.

Söcking – Das fast 200 Jahre alte Bauwerk hat ein beschädigtes Dach, das noch dicht ist, wie Eugen Hartmann von der Kirchenverwaltung St. Ulrich, die sich um das Mausoleum kümmert, erklärt. Aber: „Jede Undichtigkeit würde zu einer kurzfristigen Schadenserhöhung beitragen.“ Die Stadt will das Bauwerk sanieren lassen, wartet aber noch auf einen Förderbescheid für Voruntersuchungen.

Seit 2018 laufen die Vorbereitungen für eine Sanierung, es gibt aus diesem Jahr auch einen Zustandsbericht. Seither ist das Bauwerk weiter dem Zahn der Zeit und Wind und Wetter ausgesetzt – und die Bausubstanz wird nicht besser. „Es besteht dringender Handlungsbedarf, um Schlimmeres zu verhindern“, sagt Hartmann. Das Dach bereitet Sorgen, wie nach einem Blick auf Drohnenfotos deutlich wurde. Die Fassade bröckelt – teils wohl auch, weil manche Besucher auf die Brüstung an der Treppe steigen, um einen Blick in das geschlossene Mausoleum zu werfen – und „jeder Frosttag führt zu weiteren Schäden“.

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Nur einmal im Jahr ist das Mausoleum für Besucher geöffnet. © ike

Das unter Denkmalschutz stehende Mausoleum könnte, so Hartmanns Vorschlag, mit Mitteln aus dem so genannten Entschädigungsfonds für die Denkmalpflege finanziert werden. Bis zu 90 Prozent der Kosten könnten aus diesem Topf kommen, in den auch die Stadt seit Jahren einzahle, erklärt Hartmann nach vielen Gesprächen. Eine Voraussetzung dafür ist eine Voruntersuchung durch einen Architekten – den gibt es übrigens mit Martin Spaenle schon, und er war es, der auch die Votivkapelle in Berg restauriert hat. Dabei jedoch herrscht Stillstand. Rathaussprecherin Lena Choi: „Wir warten derzeit auf den positiven Bescheid zur Förderung der Voruntersuchungskosten durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege.“

Das Mausoleum befindet sich im Eigentum der Stadt, die es als Denkmal erhalten muss. Jahrelang passierte wenig, erst 2018 nahm sich die damalige Bürgermeisterin Eva John der Sache an. Das Bauwerk ist praktisch immer geschlossen – mit einer Ausnahme. Es wird von der Stadt – voraussichtlich auch dieses Jahr wieder – zum Tag des Denkmals am 13. September für die Öffentlichkeit aufgeschlossen. 

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