Mit Abstand an der Spitze der Starnberger Wasserwacht: Ortsgruppenvorsitzender Markus Bucher (M.) mit den neuen Vorstandsmitgliedern Sebastian Thallmair (Stellvertreter, r.) und dem neuen 2. stellvertretenden Technischen Leiter Thomas Laven.
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Mit Abstand an der Spitze der Starnberger Wasserwacht: Ortsgruppenvorsitzender Markus Bucher (M.) mit den neuen Vorstandsmitgliedern Sebastian Thallmair (Stellvertreter, r.) und dem neuen 2. stellvertretenden Technischen Leiter Thomas Laven.

Wasserwacht Starnberg

Mehr Einsätze auf See und am Ufer

Die Ortsgruppe Starnberg der Wasserwacht im BRK bereitet sich auf die neue Saison vor. Ab Mai beginnt wieder der Dienst an Wochenenden und Feiertagen in der Station in Percha. Diese Saison dürfte ähnlich ablaufen wie jene im Corona-Jahr 2020 – die Ehrenamtlichen hatten alle Hände voll zu tun, konnten weniger ausbilden und mussten sich mit der Pandemie auseinandersetzen.

Starnberg - Dieser Tage zog die Ortsgruppe bei einer digitalen Versammlung Bilanz für zwei Jahre, nachdem 2020 die Jahresversammlung Corona zum Opfer gefallen war. Die Ortsgruppe hat einen neuen Vorstand, der – wie im ganzen Landkreis – bei einer zentralen Wahl im BRK-Kreisverband bestimmt wurde. „Bei der Aufstellung der Wahlvorschläge hatte man sich zudem entschieden, sowohl dem Vorsitzenden als auch dem Technischen Leiter jeweils einen zweiten Stellvertreter zur Seite zu stellen“, erklärte Ortsgruppensprecher Oliver Jauch. „Damit können die anstehenden Aufgaben auf mehr Köpfe verteilt werden.“ Markus Bucher ist weiter Vorsitzender, Sebastian Thallmair neuer Stellvertreter. Er ist, wie viele, seit seiner Jugend bei der Wasserwacht. Tobias Schaller fungiert als zweiter Stellvertreter. Der bisherige Technische Leiter, Harald Schwämmlein, und sein bisheriger Stellvertreter Tobias Bucher tauschten die Positionen. Als weiterer Vertreter steht den beiden – neu gewählt – Thomas Laven zur Seite. Laven ist seit 2017 aktiv im Einsatzdienst der Ortsgruppe Starnberg. Reinhard Bucher als Kassier und Richard Aulehner als Arzt der Ortsgruppe bleiben im Amt, die jugendlichen Mitglieder (ab acht Jahren) werden weiterhin von Julia Volks und Daniela Pilgram betreut.

Weil es 2020 keine Jahresversammlung gegeben hatte, blickte Bucher auf zwei Jahre zurück. Die Vielseitigkeit der Arbeit einer Wasserwacht zeigte sich schon zu Beginn des Berichts mit dem Rückblick auf die Einsätze nach den heftigen Schneefällen im Januar 2019. Mitglieder der Starnberger Wasserwacht waren auch deswegen auswärts im Einsatz. Jauch über die Bilanz: „Das Einsatzspektrum während der Wachsaison reichte im Jahr 2019 wie auch 2020 von gekenterten Booten über Erste-Hilfe-Leistungen an Land bis hin zur Unterstützung der Feuerwehr, um bei Brandeinsätzen vom See aus besser agieren zu können. An manchen Wochenenden wurden die Retter schon fast im Minutentakt alarmiert.“ Stolz sind die Wasserwachtler auf den Bayerischen Engagiert-Preis 2019, der an Familie Bucher gegangen war, die mit drei Generationen vom Opa bis zum Enkelkind fast 20 aktive und jugendliche Mitglieder stellt, die mit Freude dabei seien.

Die Saison 2020 war von Corona geprägt, begann später als sonst und brachte eine ganze Reihe besonderer Schutzmaßnahmen mit sich. Die Zahl der Ausbildungs- und Wachstunden ging erwartungsgemäß deutlich zurück. Waren es im Jahr 2019 noch 6909 Stunden, so konnten 2020 gerade einmal noch 4392 Stunden geleistet werden. „Dies ist Ausfluss aus der Tatsache, dass das wöchentliche Training genauso eingestellt werden musste wie zum Beispiel die Jugendausbildungsstunden. Zudem wurde der Wachdienst am Wochenende zunächst mit einer reduzierten Wachmannschaft abgehalten“, erklärte Jauch.

Einen geruhsamen Sommer hatte die Wasserwacht nicht. Die Schnelleinsatzgruppe musste 19- statt zwölfmal ausrücken. Anteilig noch stärker nahm die Zahl der Erste-Hilfe-Leistungen während des Wachdienstes (um 65 Prozent auf 48) zu. Zu Sachbergungen oder Vermisstensuchen rückten die Rettungskräfte öfters aus als im Vorjahr, „was sicher aus einem erhöhten Besucheraufkommen am Starnberger See resultiert“. Nach Ende der Saison waren die Wasserwachtler weiter engagiert – unter anderem bei Schnelltests in Senioren- und Wohnheimen von Menschen mit Behinderung an Weihnachten.  ike

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