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Bunt und gut besucht: Feste in H´ugo´s Beach Club sind nicht nur bei Starnbergern beliebt. Gerade an Sommerabenden ist das Undosa einer der besten Plätze am See. Der Hauptausschuss des Stadtrates genehmigte nun mehr Veranstaltungen als im Vorjahr.

Veranstaltungen im Freien

Mehr Termine fürs Undosa

Die Stadt Starnberg kommt dem Club im Undosa bei Veranstaltungen in diesem Jahr entgegen: Acht dürfen es sein, Ausweichtermine sind möglich. Das ist fast dreimal so viel wie 2016. Clubbetreiber Mathias Scheffel versprach, den Anwohnern nicht zu viel zuzumuten.

Starnberg – H´ugo´s Beach Club Undosa darf heuer öfter Party im Freien machen als im Vorjahr. Der Haupt- und Finanzausschuss billigte dem beliebten Club acht Veranstaltungen zu, nachdem er im Vorjahr zum Schutz von Anwohnern nur drei genehmigt hatte. Mathias Scheffel, mit Ugo Crocamo Chef des Clubs, überzeugte die Stadträte, dass die Gastronomen dazugelernt haben.

2014 hatte es nach einer Party von auswärtigen Veranstaltern massive Beschwerden über Lärm gegeben, auch 2015 lief nicht alles glatt – ein Grund, warum die Stadt 2016 rigider war. Bei den drei Events im vorigen Jahr hatte es nach Angaben von Bürgermeisterin Eva John keine Beschwerden gegeben, wohl aber über den „normalen“ Betrieb im Undosa. Die Zahl jedoch sei leicht zurückgegangen. Beschwerden hingen vom Termin ab: „Wenn Starnberg im Urlaub ist, ist es nicht ganz so schlimm.“

Für heuer hatte der Club zehn Veranstaltungen beantragt, die auch im Freien stattfinden sollen. Die Meinungen dazu gingen im Hauptausschuss weit auseinander – manche wollten zehn erlauben, andere fünf, einige mit Ausweichterminen, andere ohne; wieder andere wollten bestimmte Auflagen.

Das Undosa hat nur den Sommer

Mathias Scheffel bat darum, den Clubbetreibern eine Chance zu geben. „Wir haben nur den Sommer“, sagte er, „Ausweichtermine sind daher wichtig für uns.“ Acht genehmigte Veranstaltungen bei sechs Regentagen brächten nichts. Vom Landratsamt habe man eine neue Gaststättenerlaubnis mit entsprechenden Vorgaben. Eine Messanlage mit Protokollierung sei eingebaut. Dass einige Veranstaltungen mehrfach in der Liste auftauchen, begründet der Gastronom mit dem Erfolg: Die „White Night“ sei die beste Veranstaltung. 2015 habe man Fehler gemacht – „wir haben daraus gelernt“, betonte er. Er versprach, dass die Events für die Anwohner im erträglichen Rahmen blieben. Veranstaltungen im Freien sind grundsätzlich nur bis Mitternacht erlaubt, im Inneren kann es aber bis 4 Uhr weitergehen – unabhängig von der Party-Genehmigung. Lärmbelästigungen durch das Aufräumen könne man vermeiden: „Wenn man es richtig macht, ist es nicht laut.“

Letztlich acht Veranstaltungen genehmigt

Letztlich erlaubte der Ausschuss acht Veranstaltungen mit der Möglichkeit für Ausweichtermine. Maximilian Ardelt (WPS) versuchte mehrfach, zeitgleiche Veranstaltungen im Undosa und an anderer Stelle zu unterbinden. Damit kam er jedoch nicht weit. Die Verwaltung will prüfen, ob man auch im Umfeld Veranstalter dazu bewegen kann, Sicherheitspersonal einzusetzen. Denn: Der Müll – etwa an der Seepromenade – sei nicht das Problem, sondern die Sachbeschädigungen nach Veranstaltungen aller Art, sagte John. Scheffel merkte an, der Club habe Security auf der Promenade im Einsatz.

Die meisten Veranstaltungen sind alte Bekannte – mit einer Ausnahme. Das Food Rock Festival soll am 9. und 10. Juni in und vor der Schlossberghalle stattfinden. Dass Metalbands auftreten, irritierte einige Stadträte. John will dem Fest eine Chance geben: „Wer sich hier schlecht benimmt, tut dies kein zweites Mal.“ Dafür gibt es Beispiele: Marktschreiertage gab es nur einmal in Starnberg. Auch beim Food Rock Festival muss im Freien um Mitternacht Ruhe herrschen.

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