Große Nachfrage nach Bahnen

Seebad Starnberg: Mehr Zeit für Schwimmunterricht, Stadt plant neues Konzept

  • Peter Schiebel
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Die Stadt Starnberg will den heimischen Schulen mehr Zeit für den Schwimmunterricht im Seebad einräumen. Das hat der Stadtrat in dieser Woche einstimmig beschlossen. Anfragen über Starnberg hinaus wird die Stadt jedoch kaum nachkommen. „Um den gesamten Bedarf an Belegungszeiten zu decken, fehlen dem Seebad die Kapazitäten“, erklärte Standortförderin Sarah Buckel.

Starnberg - An den Vormittagen von montags bis freitags können bislang das Gymnasium Starnberg, die Mittelschule Starnberg, die Grundschulen Starnberg und Söcking, die Fünfseen-Schule Starnberg, die Montessorischulen Starnberg und Biberkor, die Oskar-Maria-Graf-Volksschule Aufkirchen, die Munich International School und das Landschulheim Kempfenhausen Bahnen im Seebad nutzen. Einige von ihnen hätten gerne noch mehr Belegungszeiten, sagte Buckel. Ähnlich sei es auch bei einigen Vereinen, denen in den Abendstunden Belegungszeiten zur Verfügung stehen. Dies sind bislang der TSV Starnberg, die Wasserwacht Starnberg, die DLRG Pöcking-Starnberg, der TSC Starnberg, der SV Wangen, der Seniorentreff Starnberg, die VHS Starnberger See und der Polizeitauchsportverein Starnberg.

Neben dem vereinzelten Wunsch nach mehr Kapazität gebe es auch weitere Anfragen, das Seebad nutzen zu dürfen. Buckel nannte in dem Zusammenhang die Realschule Gauting, das Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting, den Schwimmclub Gauting, den Bundeswehrstandort Pöcking, die Abteilung Triathlon des TV Planegg-Krailling, die Wasserwacht Ammerland und die DLRG Wolfratshausen. Problem dabei: „Eine Erweiterung der Belegungszeiten für Vereine und Schulen und die damit einhergehenden Einschränkungen für den öffentlichen Betrieb des Seebads steht der Ausrichtung des Betriebskonzepts entgegen“, erklärte Buckel. Das sieht nämlich auch vor, vielen Freizeitsportlern das Seebad zur Verfügung zu stellen. Vor dem Hintergrund sei die einzige Möglichkeit, um Starnberger Institutionen mehr Zeit zu gewähren, Vereinen und Schulen außerhalb Starnbergs keine Belegung mehr einzuräumen.

Mehr Zeit für die Schulen, etwas weniger für Freizeitnutzer

Das kam für Sportreferent Winfried Wobbe (UWG) nicht in Frage. Zum Teil würden die Schulen aus Berg seit den 1970er-Jahren ihren Schwimmunterricht in Starnberg veranstalten, sagte er. „Das Seebad ist für das Publikum eine Verbesserung, für die Schulen aber eine Verschlechterung“, betonte Wobbe. Hätten für den Schwimmunterricht im alten Wasserpark noch fünf Bahnen zur Verfügung gestanden, seien es jetzt nur noch drei, die sich zudem zwei Schulen teilen müssten. Wobbe legte der Verwaltung Ideen vor, wie die Belegungszeiten geändert werden könnten, um möglichst vielen gerecht zu werden. Ein entsprechendes Belegungskonzept soll die Verwaltung nun ausarbeiten und dem Haupt- und Finanzausschuss zur Beratung vorlegen. Wohin die Reise vermutlich geht, formulierte Bürgermeister Patrick Janik so: „Ich habe grundsätzlich die Tendenz, den Schulen mehr Zeit einzuräumen und dafür die Freizeitnutzer etwas zu beschneiden.“

Im Rahmen der Überlegungen soll zudem geprüft werden, inwieweit die Öffnungszeiten des Strandbades im Sommer verlängert werden können.

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