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Mietwohnungen und Kindergarten im Dinardpark: „Exzellentes Beispiel für Nachverdichtung“

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Von: Peter Schiebel

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Auf dem Boden der künftigen Tiefgarage legten (v.l.) Bürgermeister Patrick Janik, Stadtbaumeister Stephan Weinl, der Leiter der Abteilung Bau beim Abwasserverband Starnberger See, Michael Friedrich, Ehret-und-Klein-Chef Michael Ehret Projektleiterin Stefanie Hecker den symbolischen Grundstein für den Dinardpark.
Auf dem Boden der künftigen Tiefgarage legten (v.l.) Bürgermeister Patrick Janik, Stadtbaumeister Stephan Weinl, der Leiter der Abteilung Bau beim Abwasserverband Starnberger See, Michael Friedrich, Ehret-und-Klein-Chef Michael Ehret Projektleiterin Stefanie Hecker den symbolischen Grundstein für den Dinardpark. © Andrea Jaksch

Bauherr, Bauarbeiter und Bürgermeister haben am Freitag den offiziellen Grundstein für den Dinardpark gelegt. In dem Projekt zwischen Dinardstraße, Possenhofener Straße und Bahnhofstraße entstehen 22 Mietwohnungen und ein Kindergarten. Für das Grundstück hundert Meter südlich Richtung See gibt es derweil Überlegungen.

Starnberg – Bürgermeister Patrick Janik ist nicht dafür bekannt, vorschnell in Superlative zu verfallen. Am Freitag allerdings sprach er von einem Bauvorhaben von „großer Bedeutung für die Stadt“ und einem „exzellenten Beispiel für Nachverdichtung im Innenraum“. Was Janik so freudig stimmte, ist der Fortgang der Bauarbeiten für den Dinardpark. Zwischen Dinardstraße, Possenhofener Straße und Bahnhofstraße errichtet der Projektentwickler Ehret und Klein fünf einzelne Wohnhäuser mit insgesamt 22 Zwei- bis Vierzimmerwohnungen und einem neuen Kindergarten. Die „Spielinsel“, früher schon auf dem Areal zu Hause und derzeit in Container an der Ludwigstraße ausgegliedert, wird nach Fertigstellung wieder zurückziehen.

Zusammen mit Michael Ehret, dem geschäftsführenden Gesellschafter von Ehret und Klein, Projektleiterin Stefanie Hecker, Stadtbaumeister Stephan Weinl und Michael Friedrich vom Abwasserverband Starnberger See, versenkte Janik am Freitag eine Zeitkapsel im symbolisch hergerichteten Grundstein. Für Ehret war es deutlich mehr als ein rein symbolischer Akt. „Es ist wichtig für eine Baustelle, ein paar Meilensteine zu haben“, sagte er – zumal im Dinardpark „besonders viel Herzblut“ stecke.

An der Planung war immer wieder gefeilt worden, auch öffentlich drehte das Projekt einige Runden, bis schlussendlich alles in trockenen Tüchern war. Unter anderem war im Bauausschuss des Stadtrats mit Verve um die Zufahrt der Tiefgarage mit 49 Stellplätzen gerungen worden, die nun an der Bahnhofstraße (Einfahrt) und der Dinardstraße (Ausfahrt) liegt. Stadtbaumeister Weinl ist mit dem Ergebnis äußerst zufrieden. Er sei froh, das alle Schwierigkeiten hätten bewältigt werden können. „Es ist schön zu sehen, was sich hier entwickelt“, sagte Weinl. Dabei gehe es nicht nur um ein Grundstück, das bebaut werde, sondern um ein ganzes Quartier, das entstehe – mit „großem Potenzial an Wohnraum“, Freiflächen und eben auch dem Kindergarten. Alles zentral gelegen und auf kurzen Wegen erreichbar.

Das Projekt besteht aus insgesamt fünf Häusern und soll im ersten Quartal 2023 fertig sein.
Das Projekt besteht aus insgesamt fünf Häusern und soll im ersten Quartal 2023 fertig sein. © Ehret & Klein

Bei den Wohnungen handele es sich ausschließlich um Mietwohnungen, versicherte Michael Ehret, der nicht nur die Gesprächsatmosphäre mit Stadtverwaltung und Stadtrat lobte, sondern auch die Nachbarschaft. „Es ist uns wichtig, dass wir mit den Nachbarn klar sind“, sagte er. Mit der Grundsteinlegung kann nun die Hochbauphase beginnen. Projektleiterin Stefanie Hecker rechnet mit der Fertigstellung des Dinardparks im ersten Quartal 2023. Bis dahin dürfte es auch erste öffentliche Überlegungen geben, wie sich Ehret und Klein die Bebauung knapp 100 Meter weiter südlich vorstellt auf dem Grundstück, wo lange Jahre der „Pizza-Drive“ und das Fahrradgeschäft Bike It heimisch waren und seit mehr als einem halben Jahr die riesige pinkfarbene Treppe steht.

„Wir sind in der Diskussion mit der Stadt und haben Bedarfe und Bedürfnisse abgefragt“, sagte Michael Ehret. Er kann sich dort eine Neubebauung unter anderem mit kleinen Geschäften und vielleicht sogar einer Erweiterung des benachbarten Museums Starnberger See im Erdgeschoss vorstellen – und einen wie auch immer gestalteten öffentlichen Raum mit Gastronomie- und Aufenthaltsflächen im Stockwerk drüber, Seeblick inklusive. „Kein Starnberger Passant sieht aktuell von der Stelle aus den See“, sagte er und sieht das Projekt auch im Zusammenhang mit der Seeanbindung. Es sei gut möglich, dass im ersten Halbjahr 2022 erste Ergebnisse öffentlich vorgestellt werden.

Patrick Janik wollte sich zu inhaltlichen Überlegungen am Freitag nicht äußern. Allerdings sei diese Fläche „hoch prominent und hoch sensibel“, betonte er. Dort dürfe durchaus etwas Besonderes entstehen. Nach den Erfahrungen beim Dinardpark ist Janik zuversichtlich: „Wir werden einen guten Weg finden.“

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