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Mit 100 km/h in stehenden Anhänger gefahren

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Von: Peter Schiebel

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Aus diesem Fahrzeug stieg der 25 Jahre alte Fahrer nur mit leichten Verletzungen im Gesicht aus. Er war mit etwa 100 km/h auf den Kippanhänger des Traktorgespanns aufgefahren und anschließend in den Gegenverkehr geschleudert.
Aus diesem Fahrzeug stieg der 25 Jahre alte Fahrer nur mit leichten Verletzungen im Gesicht aus. Er war mit etwa 100 km/h auf den Kippanhänger des Traktorgespanns aufgefahren und anschließend in den Gegenverkehr geschleudert. © Feuerwehr Söcking

Auf der Staatsstraße zwischen dem Maxhof-Kreisel und dem Söckinger Kreisel hat sich am Montagnachmittag ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Wie durch ein Wunder wurde ein 25-Jähriger dabei nur leicht verletzt.

Söcking – Selbst die Starnberger Polizei spricht von einem Schutzengel, den ein 25 Jahre alter Mann am Montagnachmittag bei sich hatte. Der Autofahrer aus Schrobenhausen krachte auf der Staatsstraße zwischen dem Maxhof-Kreisel und dem Söckinger Kreisel ungebremst mit rund 100 km/h in ein Traktor-Gespann, das aufgrund einer Panne liegen geblieben war. Dabei trug der 25-Jährige offenbar „nur leichte Verletzungen im Gesicht“ davon, wie die Polizei berichtet. Tempo 100 ist an der Stelle erlaubt.

Der 25-Jährige war gegen 15.30 Uhr mit seinem Mitsubishi auf der Staatsstraße in Richtung Söckinger Kreisel unterwegs. Ebenfalls auf der Strecke befand sich ein 31  Jahre alter Starnberger, der einen Traktor samt Kippanhänger fuhr. Kurz hinter der Brücke über die Maisinger Schlucht blieb das Gespann wegen eines technischen Defekts unvorhergesehen stehen. „Der Mitsubishi-Fahrer erkannte die Situation zu spät und fuhr auf den Kippanhänger auf“, berichtet eine Polizeisprecherin. Das Fahrzeug des 25-Jährigen wurde durch die Wucht des Aufpralls um die eigene Achse gedreht und in den Gegenverkehr geschleudert.

Dort kam ihm ein Milch-Lkw entgegen, an dessen Steuer ein 30 Jahre alter Mann aus Geretsried saß. Und der reagierte geistesgegenwärtig. Die Sprecherin: „Der Lkw-Fahrer erkannte die Situation glücklicherweise rechtzeitig und leitete eine Gefahrenbremsung ein. Er touchierte den Mitsubishi lediglich am Heck und schob ihn einige Meter nach vorne.“ Kaum zu glauben: Der 25-Jährige konnte anschließend selbstständig aus seinem völlig zerstörten Pkw aussteigen. Ersthelfer versorgten den Leichtverletzten, anschließend brachte ihn der Rettungsdienst in ein Krankenhaus. Ein Glücksfall war es auch, dass er allein im Auto unterwegs war. „Ein Beifahrer hätte es wohl schwer gehabt“, sagte die Sprecherin mit Blick auf das Wrack. Weitere Verletzte gab es nicht.

Der Mitsubishi war vor allem im Frontbereich komplett deformiert und musste abgeschleppt werden. Beim Kippanhänger wurde die hintere Achse nach vorne geschoben, beim Milchlaster gab es lediglich eine leichte Beschädigung vorne links. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf rund 24 000 Euro. Während der Unfallaufnahme und dem Abtransport der Fahrzeuge war die Staatsstraße für etwa zwei Stunden in beiden Richtungen gesperrt. Von einem dadurch ausgelösten größeren Chaos sei aber nichts bekannt, hieß es bei der Polizei.

Im Einsatz waren auch die Freiwilligen Feuerwehren Söcking und Maising. Etwa zwölf Ehrenamtliche aus Söcking kümmerten sich um die Verkehrsabsicherung der Einsatzstelle und nahmen auslaufende Betriebsstoffe auf. Die Maisinger waren mit sieben Kameraden am Einsatzort.

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