+
Schon noch fünf Stunden waren gestern bei Alen Sali die ersten Silvesterböller ausverkauft.

Feuerwerksverkauf

110 Euro für 100 Sekunden Böllerspaß

Landkreis - Früh deckt sich ein, wer ordentlich böllern will. Seit gestern läuft wieder der Feuerwerksverkauf. Was sind die Trends 2016? Und welche Regeln gibt es zu beachten?

Landkreis – Ob Chinaböller, Pyrocracker oder Knallkörperketten – seit gestern gibt es in Supermärkten, Discountern und Baumärkten wieder die beliebten Raketen und Böller für Silvester zu kaufen. Und wenn die Uhr am Samstag 0 Uhr anzeigt, geht das gigantische Feuerwerk los.

Mit dem schönen Lichterspektakel ist aber auch ein hoher Lärmpegel verbunden. Daher liegt die Vermutung nahe, dass oft Ruhestörungen gemeldet werden. In Starnberg scheint sich das in Grenzen zu halten: „Letztes Jahr gab es an Silvester genau eine Ruhestörung um 1.55 Uhr. Aber Silvester ist ja auch ein bekannter Termin“, sagt Frank Brosch, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Starnberg. Um trotzdem auf alles gefasst zu sein und jeder Meldung nachzukommen, „ist an Silvester zusätzliches Personal im Einsatz, das durch den Ort fährt und nach dem Rechten guckt“.

Auf die Frage nach den importierten und illegalen Polen- oder Tschechien-Böllern weiß Frank Brosch: „Bisher wurde uns noch kein Fall gemeldet.“ Auch Albert Huber, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Herrsching, ist froh, dass es bisher keine Vorfälle mit den gefährlichen und meist hochexplosiven Sprengstoffmischungen gab. „Die sind natürlich deshalb gefragt, weil sie so viel billiger und gleichzeitig stärker sind“, so Huber. „Dafür sind sie aber auch umso gefährlicher, da die Mischungen nicht eingeschätzt werden können und oft eine gewaltige Explosion erzeugen.“ Mit toleranten Polizisten darf man daher nicht rechnen: „Falls uns so ein Fall gemeldet wird, eventuell sogar eine Person verletzt ist und sich herausstellt, dass ein Polen-Böller dahinter steckt, folgt sofort eine Strafanzeige.“

Stephan Hinze vom Ordnungsamt Starnberg ist ebenfalls froh, dass es im Starnberger Landkreis die letzten Jahre keine größeren Vorfälle gab. „Grundsätzlich gelten nur die gesetzlichen Regelungen. Zum Beispiel darf nicht in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern geböllert werden“, weiß Hinze.

Was dieses Jahr im Trend ist und welche Böller die besten sind, weiß Alen Sali vom „Profi Feuerwerk Starnberg“. Zusammen mit Gezegen Adem verkauft er dieses Jahr erstmals seine Böller in Starnberg neben dem Casino an der Münchener Straße. Der Ansturm war gestern groß: „Nach fünf Stunden waren bereits 13 Produkte ausverkauft“, erzählt Sali. Der Trend geht dieses Jahr in Richtung Feuerwerksbatterien, da sie „einfacher, spektakulärer und auch sicherer sind“. Daher gebe es in seinem Sortiment bis auf drei Raketenvariationen ausschließlich Batterien.

Der Böllerspaß beginnt bei zwei Euro, wer mag, kann aber auch eine Batterie für 110 Euro mit nach Hause nehmen. Dafür gibt es den „Prezident Piro“, der eine Minute und vierzig Sekunden lang Raketen in die Luft feuert. Durchschnittlich lässt sich der Starnberger Böller-Kunde die Knallerei in der Silvesternacht zwischen 70 und 80 Euro kosten, schätzt Verkäufer Alen Sali.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Züge zwischen Starnberg und Tutzing fahren wieder
Ein Lkw blieb in Garatshausen an einer Bahnbrücke hängen. Bis gegen 16 Uhr fuhren deshalb keine Züge zwischen Tutzing und Starnberg.
Züge zwischen Starnberg und Tutzing fahren wieder
Starnberger Kennzeichen-Not
George Rauscher liegt mit der Starnberger Zulassungsstelle im Clinch. Sein kleines Kennzeichen habe er nur widerwillig bekommen, sagt er und spricht von Nötigung und …
Starnberger Kennzeichen-Not
Stoppschild missachtet: Krankenhaus und 17 000 Euro Schaden
Als folgenschwer erwies es sich, dass ein Opel-Fahrer am Dienstagabend ein Stoppschild missachtet hat. 
Stoppschild missachtet: Krankenhaus und 17 000 Euro Schaden
Erdwespen-Attacke: Lebensretterin im Krankenhaus
Die Rettungshundestaffel der DLRG Starnberg beteiligten sich an einer Vermisstensuche in Bad Heilbrunn. Dabei wurden mehrere Ehrenamtliche und Hund Tessa von aggressiven …
Erdwespen-Attacke: Lebensretterin im Krankenhaus

Kommentare