Coronavirus
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Hygiene- und Abstandsregeln wurden nach Angaben der Starnberger VHS eingehalten, trotzdem haben sich 7 von 14 Teilnehmern zweier Französisch-Kurse infiziert (Symbolbild).

Zwei Französisch-Kurse betroffen

Trotz Impfung und Hygienekonzept: Sieben Corona-Fälle in der VHS Starnberg

  • Peter Schiebel
    VonPeter Schiebel
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In der Volkshochschule Starnberg hat es in den vergangenen Tagen insgesamt sieben Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben. Nach fünf Meldungen am Montag berichtete das Landratsamt am Dienstag von zwei weiteren Fällen im Zusammenhang mit der VHS.

Starnberg - VHS-Leiterin Christine Loibl sagte auf Anfrage des Starnberger Merkur, dass die Corona-Infektionen bei Teilnehmern zweier Französisch-Kurse aufgetreten seien. Auch die Dozentin sei betroffen. Erklären könne sie sich die Entwicklung aber noch nicht, sagte Loibl. Ein Kurs wird von sechs Teilnehmern besucht, der andere von sieben. Inhalt ist jeweils „Konversation auf hohem Niveau“, wie die VHS-Leiterin erklärte. Nachdem die Kurse wie die meisten anderen Angebote der Volkshochschule monatelang nur online stattgefunden hatten, trafen sich Teilnehmer und Dozentin seit 4. Mai wieder persönlich in dem Gebäude am Bahnhofplatz – und das „in einem extra großen Raum“, wie Loibl betonte.

Positive Corona-Fälle bei der VHS Starnberg: Die Gruppe war „besonders vorsichtig“

Das Zimmer sei unter den Vorgaben des Hygienekonzepts für maximal 14 Personen zugelassen, also doppelt so viele wie die einzelnen Kurse Teilnehmer haben. Weil an den beiden Französisch-Kursen auch mehrere ältere Personen teilnahmen, sei die Gruppe „besonders vorsichtig“ gewesen, erklärte Loibl.

In den Räumen gilt ein Abstandsgebot von 1,50 Meter zueinander, auf den Gängen und bis zum Platz ist eine FFP2-Maske zu tragen. Zudem werden nach jedem Kurs die Räume desinfiziert, schildert Loibl das Hygienekonzept, das „sehr ausführlich und ausdifferenziert“ und mit den Behörden abgestimmt sei. Nach Auftreten des ersten Positivfalls seien beide Gruppen sofort in häusliche Quarantäne geschickt worden.

Wie sich die Teilnehmer angesteckt haben, darüber lagen ihr am Dienstag noch keine Erkenntnisse vor. „Wir hatten sogar die Information, dass die meisten geimpft sind“, sagte Loibl. Die Kurse trafen sich immer dienstags, der erste von 9 bis 10.30 Uhr, der zweite von 10.30 bis 12 Uhr. Am gestrigen Dienstag wäre der letzte Kurstag vor den Sommerferien gewesen. Er fand nicht mehr statt.

16 Fälle der Delta-Variante im Landkreis

Insgesamt vermeldete das Landratsamt gestern drei neue Fälle im Landkreis, neben den beiden im Zusammenhang mit der VHS also noch einen weiteren. Die Fälle verteilten sich auf Feldafing (1) und Tutzing (2). Dass die Delta-Variante des Virus dabei eine Rolle spielte, ist zwar wahrscheinlich, aber noch nicht bestätigt. Unabhängig von den aktuellen Fällen ist die Mutante mittlerweile 16-mal im Landkreis nachgewiesen worden. Am Montag waren es noch 14 Delta-Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach den offiziellen Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) auf 15,4 und damit auf den Wert von Sonntag gesunken.

Insgesamt befinden sich im Landkreis derzeit 71 infizierte Personen und enge Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Die Zahl der geimpften Personen ist gestern auf 84.531 gestiegen. 65.023 von ihnen verfügen mittlerweile über den vollen Impfschutz, haben also bereits ihre zweite Spritze oder das Vakzin von Johnson & Johnson bekommen.

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