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Computergesteuerte und digitalisierte Loks wird es bei der Ausstellung nicht geben: Peter Koziol (l.) und Dr. Christoph Sening mit einer Bahn der Gebrüder Faller Gmbh aus Gütenbach, Baden-Württemberg. Die Lok stammt aus den 80er Jahren.

Modellbahn-Schau

Ein kräftiger Hauch von Nostalgie

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Modelleisenbahnfreunde haben zwischen Neujahr und dem Dreikönigsfest ein Ziel: den Seniorentreff im Ilse-Kubaschewski-Haus in Starnberg. Am Mittwoch und Donnerstag, 3./4. Januar, dreht sich dort alles um ihr Hobby.

Starnberg – Die Ausstellung „Miniaturwelten – Spieleisenbahnen und Puppenstuben“ vor einem Jahr im Museum Starnberger See war ein Erfolg. Die Modelleisenbahngruppe des Seniorentreffs Starnberg, die maßgeblich an der Organisation dieser Ausstellung beteiligt war, hat die positive Resonanz als Aufforderung verstanden, Gleichgesinnte zu einer Schau von „Modelleisenbahnen für Jung und Alt“ einzuladen. In den Räumen des Seniorentreffs, der derzeit pausiert, haben die etwa acht Mitglieder der Gruppe um den Jahreswechsel Bahnen verschiedener Spurweiten aufgebaut und lassen darauf Lokomotiven und Waggons aus der Zeit von 1935 bis heute fahren.

Versierte Modelleisenbahnfans: Die Mitglieder der Gruppe, die in dieser Woche die Ausstellung im Seniorentreff organisiert.

Manfred Kühn gehört zu dieser Seniorengruppe. Seit seiner Jugend ist er begeisterter Modelleisenbahnfreund. Er hat in seiner Wohnung in Starnberg eine HO-Spur-Anlage aufgebaut. Aber seine große Liebe gilt seiner Garteneisenbahn mit der Spurweite II. Für die hat der bald 79-jährige Starnberger seinen Enkel längst begeistern können. Der hilft beim Auf- und Abbau, denn im Winter verschwindet die Anlage im schützenden Keller.

Kühn ist es ein besonderes Anliegen, Kindern den Modelleisenbahnbau und die Beschäftigung damit näher zu bringen: „Denn die können ja heute nur noch ihre Finger über das Smartphone-Display huschen lassen.“ So weht über der Ausstellung im Seniorentreff auch ein kräftiger Hauch von Nostalgie. Computergesteuerte und digitalisierte Loks wird der Besucher dort nicht finden.

Auf einem der Tische hat die Seniorengruppe eine Anlage der Firma Märklin aufgebaut. „Das Unternehmen ist ja auch schon längst Geschichte. Aber wir haben in unserem Fundus noch Gleismaterial, um eine solche Anlage zu verwirklichen“, erklärt Kühn. Selbstverständlich sind auch die Züge Marke Märklin. Und das ganze wird garniert mit Landschaft, Gebäuden und anderem Zubehör.

In Schaukästen und Vitrinen sind weitere Modelleisenbahn-Kostbarkeiten ausgestellt. Die Mitglieder der Seniorengruppe werden für Fachgespräche und Erfahrungsaustausch zur Verfügung stehen. Sie bieten auch eine Bastelecke mit Rollenprüfstand sowie einen Reparaturdienst für defekte Lokomotiven an. „Aber digitale Loks nehmen wir nicht in die Hand“, sagt Kühn.

Für die kleineren Besucher ist eine Kinderecke zum Spielen eingerichtet. In der Cafeteria gibt es Kaffee und Kuchen sowie andere Getränke. Die Ausstellung wird am Mittwoch und Donnerstag, 3./4. Januar, jeweils von 10 bis 16 Uhr geöffnet sein.

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