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Das Beweisfoto: Eine S 8 Richtung München fährt gestern Morgen am Halt Gilching-Argelsried ein.

S-Bahn-Chaos 

Nach 105 Ausfällen rollt die S 8 wieder normal

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Während den Pendlern im westlichen Landkreis bis Herrsching gestern Morgen noch der Chaos-Montag in den Knochen steckte, ist die S-Bahn wieder zum Normalbetrieb zurückgekehrt.

Landkreis– Am Montagabend um 20.15 Uhr rollten die Züge wieder planmäßig auf der zuvor den ganzen Tag über lahmgelegten S8-Strecke zwischen Herrsching und Germering, teilte die Bahn mit. Insgesamt waren 105 Züge ausgefallen.

Die Verantwortlichen zogen auf Anfrage eine noch sehr vage Bilanz des Blackouts, der tausende Pendler und Schüler zu spät in die Arbeit, beziehungsweise in die Schulen kommen ließ. Nach Angaben der Bahn ist noch nicht einmal klar, wie viele Taxis im Schienenersatzverkehr unterwegs waren. „Von der Transportleitung wurden ganze Taxi-Unternehmen bestellt“, nannte ein Sprecher den Grund für noch fehlende genaue Zahlen.

 Fahrgäste bekommen für Tickets ab vier Euro Geld zurück

Am Montag hatte die Bahn noch von zwei Bussen und 121 Taxis gesprochen – „es dürften sogar mehr gewesen sein“, sagte der Sprecher gestern. Die entstandenen Kosten kann das Unternehmen noch nicht beziffern: Zunächst einmal müssten alle Dienstleistungen abgerechnet und eventuelle Gewährleistungsansprüche geklärt werden, heißt es. Wie berichtet, bekommen die Fahrgäste für erworbene Bahntickets ab 4 Euro ihr Geld zurück. Sie müssen dafür lediglich einen Antrag einreichen.

Die technischen Fehler, die das System im Stellwerk in Weßling mehrmals zum Zusammenbruch gebracht hatten, konnte die Bahn gestern ebenfalls nur vage beschreiben. „In der digitalen Leit- und Sicherungstechnik für die Strecke hatte es mehrere Hardware-Defekte gegeben, die nur äußerst schwer zu lokalisieren waren“, erläuterte der Sprecher. Er betonte aber, dass am Montag „weit mehr als drei Techniker ununterbrochen im Einsatz waren“.

Bahn-Sprecher: „Pünktlichkeitswerte von mehr als 96 Prozent“

Auf die Frage, ob und wann die S-Bahn zuletzt mit derart massiven Störungen zu kämpfen hatte, verweist der Sprecher auf die allgemein positive Bilanz der S-Bahn München. Sie verfüge „über eine der höchsten Pünktlichkeitswerte im nationalen und internationalen Vergleich von mehr als 96 Prozent“. Störungsursachen seien in den meisten Fällen nicht dem Verkehrsunternehmen geschuldet, sondern externen Einflüssen wie Notarzt- und Polizeieinsätzen sowie Witterungseinflüssen.

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