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Mehr Angebot gegen die Corona-Flaute: Das „La Vineria“ von Luca Aspirandi (l., mit seinem Oberkellner Luigi Russo) bekommt Zuwachs durch eine Pizzeria und eine Pasticceria. 

Große Pläne

Nach Corona-Einschränkungen: Mit Pizza und Süßem gegen die Krise

  • Stephan Müller-Wendlandt
    vonStephan Müller-Wendlandt
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Corona hat die Gastronomie schwer getroffen. Wirte, die sich strikt an die behördlichen Auflagen halten, schöpfen ihr Potenzial maximal zur Hälfte aus. Doch einer von ihnen sieht in der Krise nun eine Chance.

Starnberg„Non versare, ma tampone“ – dieser italienische Satz klingt nahezu poetisch, meint aber nichts anderes als die deutsche Redewendung „Nicht kleckern, sondern klotzen“. Nach dieser Devise möchte Luca Aspirandi vom „La Vineria“ seine Umsatzeinbußen durch die Corona-Krise kompensieren. Auch für die Starnberger Gastro-Szene könnte das ein Gewinn werden.

Die Gastronomie kommt nach den massiven Einschränkungen nur langsam wieder in Tritt. Wirte, die sich strikt an die behördlichen Auflagen halten, schöpfen ihr Potenzial maximal zur Hälfte aus. Das reicht kaum, um die laufenden Kosten zu decken. Während viele seiner Kollegen Personal abbauen und auf Sparflamme kochen, will Aspirandi dem Virus offensiv Paroli bieten. In der Expansion sieht der Betreiber des italienischen Restaurants „La Vineria“ in Starnberg seine unternehmerische Überlebenschance.

Freie Verkaufsfläche für Expansion nutzen

„Meine Verluste wegen der Corona-Pause kann ich nur wieder ausgleichen, wenn ich meinen Gästen ein erweitertes Angebot präsentiere“, sagt der aus Mailand stammende Koch und Restaurantbetreiber. Und diese Chance sieht Aspirandi in dem Gebäudekomplex am südlichen Ende der Kaiser-Wilhelm-Straße, in dem er vor etwa eineinviertel Jahren das italienische Lokal übernommen hat: In direkter Nachbarschaft des Restaurants ist eine Verkaufsfläche frei geworden.

Zweites Lokal mit Pizza und Bier

Im „Mondragon“ (Fachgeschäft für Mineralien und anderes) ist der Räumungsverkauf Ende Juni ausgelaufen. Dort will Aspirandi eine Pizzeria einrichten. Den Pizzabäcker hat er bereits engagiert, der kommt aus Palermo. Der Name des Lokals „Pizza e birra“ verspricht mehr als die belegten Teigfladen. 30 bis 40 Biere aus aller Welt sollen Freunde des süffigen Durstlöschers anlocken. Wichtig ist Luca Aspirandi, dass sein Hauptlokal „La Vineria“ als italienisches Ristorante erhalten bleibt. Wer dort einkehrt, wird auch in Zukunft keine Pizza auf der Speisekarte finden. Aber der Wirt weiß, dass er Familien auf Dauer an sich bindet, wenn er den Kinderwunsch nach Pizza ebenfalls erfüllen kann. Wer für den späten Hunger vorsorgen möchte, kann sich nach dem Besuch im „La Vineria“ von nebenan noch eine „Pizza to go“ mit nach Hause nehmen. „Allerdings wird auf der erweiterten Terrasse vor dem Restaurant und dem Pizza-Lokal demnächst natürlich die gesamte Breite unseres Speisenangebots serviert“, verspricht Aspirandi.

Sogar Pasticceria geplant

Die Pläne des Gastronomen gehen noch weiter. Dolce, das Süße zum Abschluss eines Menüs, möchte Aspirandi in einer eigenen Pasticceria verwirklichen. Dafür hat er sich ein Ladenlokal im selben Gebäudekomplex gleich um die Ecke ausgesucht, in dem Ende Juni ein Friseursalon Platz gemacht hat. Die Erzeugnisse des Konditors und Patisseurs möchte Aspirandi auch für sein Restaurant nutzen. „Wenn ich für eine Geburtstagsfeier, Hochzeit oder andere Gesellschaften professionelle Desserts anbieten kann, wird das ein Gewinn sein“, erklärt der Italiener. Die Anhänger der italienischen Küche müssen sich aber noch etwas gedulden. Es gibt noch einiges an Um- und Einbauten zu erledigen. Über Eröffnungstermine schweigt sich Aspirandi noch aus. 

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