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Der neue Kreisvorstand um den Vorsitzenden Michael Kuffer (Mitte).

Kreisverband

BRK prüft Wegzug aus Starnberg

Die Sanierung des Starnberger BRK-Kreisverbands gilt als gelungen. Doch es gibt noch etliche Baustellen – darunter Räume für die Kreisgeschäftsstelle. Es gilt nicht mal als ausgeschlossen, dass sie Starnberg verlässt.

Starnberg/Landkreis – Nach schwierigen Jahren ist das Schlimmste überwunden, aber es steht noch eine Menge Arbeit bevor: So stellt sich die Lage beim Starnberger Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) dar.

In seiner Jahresversammlung am Donnerstagabend im Landratsamt wurde der Kreisvorstand wiedergewählt – eine Bestätigung seiner Sanierungsarbeit. Aber es gibt Sorgenkinder. So musste die Kreisgeschäftsstelle ihre Räume in der Petersbrunner Straße verlassen und ist derzeit in beengten Verhältnissen in der Münchner Straße untergebracht. Mehrere Umzugspläne sind geplatzt, unter anderem auf das ehemalige Rofin-Baasel-Gelände. Der wiedergewählte Kreisvorsitzende Michael Kuffer schloss im Gespräch mit dem Starnberger Merkur nicht aus, dass die Geschäftsstelle die Kreisstadt verlässt. In anderen Gemeinden sollen schon Gespräche laufen.

Unabhängig davon stehen die Verhandlungen mit einem Investor für einen Mehrgenerationencampus in Gauting offenbar kurz vor dem Abschluss. Dort wird erstmals eine Investorengemeinschaft mit dem BRK-Bezirksverband angepeilt. Diverse weitere Projekte sind über die Jahre realisiert worden, vom Altenheim Schloss Garatshausen über das Rotkreuzhaus Gilching bis zur neuen Wasserwacht-Hütte Pilsensee. An mehreren Standorten wird aber weiter hoher Investitionsbedarf von 7,5 bis 8,5 Millionen Euro gesehen – für Kreisgeschäftsstelle, Katastrophenschutz, Wasser- und Rettungswachen.

Lob gab es am Donnerstag nicht nur für den seit 2009 amtierenden Juristen Kuffer, sondern auch für Kreisgeschäftsführer Jan Lang, einen sanierungserfahrenen Diplom-Betriebswirt, der ein Jahr später bestellt wurde. „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, als er Kreisgeschäftsführer wurde“ sagte die BRK-Bezirksvorsitzende, Ex-Ministerin Christa Stewens.

Die Umsätze sind nach den Berichten seit 2012 von 17,8 Millionen auf 24,3 Millionen Euro im vorigen Jahr gestiegen, am stärksten in den Bereichen Kinder, Jugend und Familie sowie Senioren und Pflege. Das Jahresergebnis war erstmals seit Sanierungsbeginn ausgeglichen. Noch immer schleppt der Kreisverband aber eine Millionen-Verschuldung mit. Bis 2030 soll sie abgetragen werden.

Hinzu kommen spezielle Probleme, etwa wegen des Vertrags mit dem Landkreis beim ehemaligen Kreisaltenheim Garatshausen und der daraus resultierenden Abschreibungspraxis. „Daraus kann ein finanzielles Risiko für den Kreisverband erwachsen“, sagte Klaus Marhold, Vorsitzender des Haushaltsausschusses. Angesichts der vielen Pläne werden Investoren, Darlehens- und Zuschussgeber gesucht.

Das BRK ist im übrigen der größte Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen im Landkreis Starnberg. Das bereits beschlossene Kinderhaus in Erling ist die 30. Einrichtung mit insgesamt 1350 Plätzen.

Lorenz Goslich

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